Arbeitsmarktentwicklung in Österreich
Die Bauwirtschaft zählt traditionell zu den tragenden Säulen der österreichischen Wirtschaft. Entsprechend besteht eine kontinuierliche Nachfrage nach Anlern- und Hilfskräften im Baugewerbe sowie in der Holzverarbeitung. Diese Nachfrage ist jedoch stark konjunkturabhängig und hat sich mit der Abschwächung der Baukonjunktur in den vergangenen Jahren etwas eingetrübt. Deutliche regionale Unterschiede prägen den Arbeitsmarkt: In ländlichen Regionen entstehen Beschäftigungsmöglichkeiten vor allem in der Holzverarbeitung und Forstwirtschaft, während in Ballungsräumen Hilfskräfte insbesondere im Hochbau und im Baunebengewerbe gesucht werden. Dort sorgen Sanierungs- und Adaptierungsprojekte – verstärkt durch steigende Energiekosten und strengere Klimaziele – weiterhin für Beschäftigungsimpulse.
Für die kommenden Jahre wird insgesamt eine stabile Nachfrage nach Anlern- und Hilfskräften auf hohem Niveau erwartet. So bietet dieser Bereich weiterhin Einstiegsmöglichkeiten für geringqualifizierte Arbeitskräfte.
Bei den Kompetenzanforderungen dominieren zwar immer noch körperliche Belastbarkeit und handwerkliches Geschick gepaart mit berufsspezifischen Baukenntnissen. Diese werden jedoch immer häufiger durch den sicheren Umgang mit Maschinen, Werkzeugen und auch Projektmanagementkenntnissen ergänzt. Auch Kenntnisse über Materialien, Baustoffe und grundlegende Arbeitssicherheits- und Gesundheitsstandards werden nachgefragt. In vielen Stellenanzeigen wird zudem ein Führerschein verlangt, da wechselnde Einsatzorte und Baustellenmobilität zum Berufsalltag gehören.
Trends, Daten und Fakten zum Beruf "Hilfskraft im Baunebengewerbe (m/w)" (Wien)
Berufsbeschreibung
Hilfskräfte im Baunebengewerbe unterstützen FacharbeiterInnen bei einfachen Tätigkeiten, wie z. B. dem Verlegen von Fliesen, dem Verlegen von Installationsrohren oder Installationskanälen, dem Tapezieren, Lackieren und ähnlichen Arbeiten. In Steinmetzbetrieben arbeiten sie bei der Herstellung von Grabsteinen und Natursteinmauern mit. Dabei bearbeiten sie Oberflächen, z. B. durch Sandstahlen, und erledigen Reinigungs- oder einfach Restaurierungsarbeiten.
Trend
Die folgenden Grafiken zeigen, wie sich die Bedeutung des Berufs in den kommenden Jahren aus jetziger Sicht entwickeln wird, und wie groß die Bedeutung aktuell ist (gemessen als Anteil am gesamten Inseratenaufkommen aller Berufe in Österreich oder dem ausgewählten Bundesland). Die Bedeutung kann dabei in Zukunft zurückgehen (negativer Trend), gleichbleiben oder steigen (positiver Trend). Gleichzeitig wird auch die Anzahl der Inserate des Vorjahres dargestellt, welche zu den Anteilen korrespondieren.
WICHTIG: Für Berufe mit einem hohen Anteil (siehe Grafik: Anteil an allen Inseraten) bedeutet auch ein tendenziell negativer Trend oder ein gleichbleibendes Inserateaufkommen (siehe Grafik: 3-Jahres Trend) durchaus gute Jobaussichten.
Daten und Fakten
Die nachfolgenden Grafiken zeigen die Entwicklung des Inserateaufkommens in den vergangenen Jahren sowie nach Bundesländern und im Vergleich zu ähnlichen Berufen. Zudem werden auch Informationen zu den am Arbeitsmarkt nachgefragten Kompetenzen dargestellt: welche Kompetenzen werden in den Inseraten besonders häufig angegeben (durchschnittlicher Anteil der Jahre 2022 bis 2025 in %), beziehungsweise welche Kompetenzen haben am stärksten an Bedeutung gewonnen (Veränderung der Anteile im Jahresvergleich 2022/23 und 2024/25 in %-Punkten).
Kartenansicht
Diese Karte zeigt die regionale Verteilung der Arbeitskräftenachfrage nach Berufsuntergruppen.Datenquelle: Inserate aus dem Internet