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Bautechnik, Hochbau, Tiefbau
Bau, Baunebengewerbe, Holz, Gebäudetechnik

50.617 Inserate geschaltet (2022)
- 326 Inserate im Vergleich zum Vorjahr (2021 - 2022)

Arbeitsmarktentwicklung in Österreich

In Österreich gibt es traditionell eine hohe Nachfrage nach qualifizierten Arbeitskräften in der Berufsobergruppe "Bautechnik, Hochbau, Tiefbau", insbesondere BauleiterInnen, BautechnikerInnen, aber auch MaurerInnen werden sehr häufig gesucht. Zahlreiche Berufe der Berufsobergruppe finden sich auf der österreichischen Liste der Mangelberufe.

In den vergangenen Jahren erlebte die Bautechnik, der Hoch- und Tiefbau, einen deutlichen Aufschwung, der breit getragen wurde, sowohl von öffentlichen als auch privaten Investitionen. Die Bauwirtschaft profitierte jahrelang maßgeblich von niedrigen Energie- und Rohstoffpreisen sowie von der Niedrigzinspolitik der EZB (Europäische Zentralbank). Im Wohnbau stiegen die Immobilienpreise in der letzten Dekade überdurchschnittlich stark, eine entsprechende Nachfrage war gegeben. Spätestens seit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine haben sich die Rahmenbedingungen drastisch verändert. Steigende Preise für Energie und Rohstoffe, vor allem aber die deutlichen Zinsschritte zur Bekämpfung der Inflation sowie strengere Regeln für die Vergabe von (privaten) Immobilienkrediten dämpfen die Nachfrage insbesondere im Wohnbau. Eine weiterhin hohe Nachfrage ist im Tiefbau zu erwarten. Es ist mit steigenden öffentlichen Investitionen etwa beim Breitbandausbau und beim Ausbau der Bahninfrastruktur zu rechnen (Klien & Weingärtler 2023).

In der mittleren Frist wird die Bauwirtschaft einen deutlichen strukturellen Wandel erleben, im Rahmen des European Green Deal und der Energiewende wird eine erhebliche Anzahl der Gebäude saniert werden müssen, ein Umbau der Heizsysteme steht an. Zudem wird es zu einem verstärkten Einsatz von "neuen" Materialien kommen (Bauen mit Holz, Einsatz organischer Materialien, Energieeffizienz). Steigende Investitionen in erneuerbare Energien und Effizienzmaßnahmen und die digitale Infrastruktur werden stützend wirken (Ederer & Glocker 2022).

Der bestehende Arbeitskräftemangel wird auch weiterhin eine zentrale Herausforderung in der Bauwirtschaft bleiben, wobei ausgehend von einem sehr hohen Niveau für die kommenden Jahre mit einer tendenziell rückläufigen Nachfrage gerechnet werden kann.

Die Anforderungen an die Beschäftigten in der mittleren Führungsebene ändern sich, Kenntnisse digitaler Technologien werden weiter an Relevanz gewinnen. Neben fachlichen Kompetenzen spielen Kenntnisse im Projektmanagement und Kommunikation hier eine zentrale Rolle. Bauberufe mit niedrigerem Qualifikationsniveau sind überdurchschnittlich stark von der konjunkturellen Entwicklung abhängig. Das Substitutionspotenzial durch die Digitalisierung ist in der Berufsobergruppe allerdings grundsätzlich niedrig. In Inseraten wird häufig der Besitz eines Führerscheins gefordert.


Berufsbeschreibung

Bautechnische AssistentInnen fertigen, unter Aufsicht von BautechnikerInnen, Bauingenieuren/-ingenieurinnen oder BauleiterInnen, Entwurfs-, Ausführungs- und Detailpläne an. Sie erstellen Baubeschreibungen und Auszüge von Bewehrungsplänen, warten technische Übersichten oder Bauzeitpläne und schreiben Bautagesberichte. Des Weiteren unterstützen sie bei Vermessungs- und Abrechnungsarbeiten, bereiten Materialuntersuchungen vor und führen einfache Materialprüfungen durch. Außerdem übernehmen sie organisatorische Aufgaben bei der Bauplanung, -überwachung, -ausschreibung und -abrechnung. Sie berechnen den Materialbedarf und sind dafür mitverantwortlich, dass genügend Baustoffe (wie etwa Sand, Zement und Ziegeln) für ein Bauvorhaben oder einen Bauabschnitt vorhanden sind. Weiters erstellen bautechnische AssistentInnen Leistungsverzeichnisse und andere Dokumente, unter Beachtung der gültigen Normen.

Trend

Die folgenden Grafiken zeigen, wie sich die Bedeutung des Berufs in den kommenden Jahren aus jetziger Sicht entwickeln wird, und wie groß die Bedeutung aktuell ist (gemessen als Anteil am gesamten Inseratenaufkommen aller Berufe in Österreich oder dem ausgewählten Bundesland). Die Bedeutung kann dabei in Zukunft zurückgehen (negativer Trend), gleichbleiben oder steigen (positiver Trend). Gleichzeitig wird auch die Anzahl der Inserate des Vorjahres dargestellt, welche zu den Anteilen korrespondieren.

WICHTIG: Für Berufe mit einem hohen Anteil (siehe Grafik: Anteil an allen Inseraten) bedeutet auch ein tendenziell negativer Trend oder ein gleichbleibendes Inserateaufkommen (siehe Grafik: 3-Jahres Trend) durchaus gute Jobaussichten.

3-Jahres Trend (2023-2025)

negativ

Anteil an allen Inseraten (2022)

0% - sehr geringer Anteil

Zahl der Inserate (2022)

248

Daten und Fakten

Die nachfolgenden Grafiken zeigen die Entwicklung des Inserateaufkommens in den vergangenen Jahren sowie nach Bundesländern und im Vergleich zu ähnlichen Berufen. Zudem werden auch Informationen zu den am Arbeitsmarkt nachgefragten Kompetenzen dargestellt: welche Kompetenzen werden in den Inseraten besonders häufig angegeben (durchschnittlicher Anteil der Jahre 2020 bis 2022 in %), beziehungsweise welche Kompetenzen haben am stärksten an Bedeutung gewonnen (Veränderung der Anteile im Jahresvergleich 2020 und 2022 in %-Punkten).

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