Arbeitsmarktentwicklung in Österreich
Der Bereich "Planungswesen und Architektur" wird stark von der allgemeinen Baukonjunktur, öffentlichen Infrastrukturinvestitionen und den verfügbaren Budgets der öffentlichen Hand beeinflusst. Ein niedriges Investitionsniveau im privaten Wohnbau sowie angespannte öffentliche Haushalte dämpfen derzeit die Nachfrage nach Planungsleistungen im Hoch- und Tiefbau. Für die kommenden Jahre wird jedoch eine leichte Belebung der Investitionstätigkeit erwartet, was punktuell zu zusätzlichen Aufträgen führen kann (Hölzl et al. 2025; Horvath et al. 2024).
Architektur- und Ingenieurbüros profitierten in der Vergangenheit stark von der hohen Bautätigkeit. Mittelfristig ist jedoch kein ausgeprägtes Wachstum der Nachfrage nach klassischen Architekturdienstleistungen zu erwarten, da viele Projekte verschoben oder verkleinert werden und der Wettbewerbsdruck steigt. Günstigere Perspektiven zeigen sich bei Verkehrs- und RaumplanerInnen sowie GeoinformationstechnikerInnen. Treiber sind hier langfristige Themen wie Klimawandelanpassung, nachhaltige Mobilität, Flächenmanagement, Energieraumplanung und der Ausbau digitaler Geodateninfrastrukturen. Die Zahl der Stellen bleibt insgesamt jedoch begrenzt.
Die Kompetenzanforderungen in der Berufsobergruppe "Planungswesen und Architektur" erweitern sich kontinuierlich. Neben klassischen Kenntnissen in Entwurf, Planung, Abwicklung und Projektmanagement gewinnen digitale Planungsmethoden stark an Bedeutung. Der routinierte Umgang mit CAD-Systemen, Building Information Modeling (BIM), Geoinformationssystemen (GIS) und Simulationssoftware wird zunehmend vorausgesetzt. Zusätzlich werden auch betriebswirtschaftliche Kenntnisse gefragt sowie rechtliche Expertise im Bau- und Umweltrecht.
Trends, Daten und Fakten zum Beruf "VerkehrsplanerIn"
Berufsbeschreibung
VerkehrsplanerInnen beschäftigen sich vorwiegend mit der Planung und dem Bau von Projekten im Bereich des Verkehrswesens (z.B. Straßen- und Eisenbahnbau). Zum Aufgabenbereich gehören ebenfalls Begrünungsmaßnahmen von Verkehrsbauten (bis hin zu Garten- und Parkanlagenbau), bauliche Maßnahmen zur Hebung der Verkehrssicherheit sowie zum Schutz von VerkehrsteilnehmerInnen, aber auch die Mitwirkung an Planungsmaßnahmen im Bereich der Infrastruktur (z.B. die Einbindung neuer Siedlungsräume in bestehende Verkehrskonzepte).
Trend
Die folgenden Grafiken zeigen, wie sich die Bedeutung des Berufs in den kommenden Jahren aus jetziger Sicht entwickeln wird, und wie groß die Bedeutung aktuell ist (gemessen als Anteil am gesamten Inseratenaufkommen aller Berufe in Österreich oder dem ausgewählten Bundesland). Die Bedeutung kann dabei in Zukunft zurückgehen (negativer Trend), gleichbleiben oder steigen (positiver Trend). Gleichzeitig wird auch die Anzahl der Inserate des Vorjahres dargestellt, welche zu den Anteilen korrespondieren.
WICHTIG: Für Berufe mit einem hohen Anteil (siehe Grafik: Anteil an allen Inseraten) bedeutet auch ein tendenziell negativer Trend oder ein gleichbleibendes Inserateaufkommen (siehe Grafik: 3-Jahres Trend) durchaus gute Jobaussichten.
Daten und Fakten
Die nachfolgenden Grafiken zeigen die Entwicklung des Inserateaufkommens in den vergangenen Jahren sowie nach Bundesländern und im Vergleich zu ähnlichen Berufen. Zudem werden auch Informationen zu den am Arbeitsmarkt nachgefragten Kompetenzen dargestellt: welche Kompetenzen werden in den Inseraten besonders häufig angegeben (durchschnittlicher Anteil der Jahre 2022 bis 2025 in %), beziehungsweise welche Kompetenzen haben am stärksten an Bedeutung gewonnen (Veränderung der Anteile im Jahresvergleich 2022/23 und 2024/25 in %-Punkten).
Kartenansicht
Diese Karte zeigt die regionale Verteilung der Arbeitskräftenachfrage nach Berufsuntergruppen.Datenquelle: Inserate aus dem Internet