Arbeitsmarktentwicklung in Österreich
Innerhalb der Berufsobergruppe "Tischlerei, Holz- und Sägetechnik" entfallen die meisten Stellenanzeigen in Österreich auf TischlerInnen und Zimmerer/Zimmerinnen. Dabei zeigen sich deutliche regionale Unterschiede in der Nachfrage und damit den Beschäftigungsmöglichkeiten.
Die Branche befindet sich im Wandel: Traditionelles Handwerk trifft zunehmend auf innovative Technologien. Diese Entwicklung spiegelt einen übergeordneten Trend wider, bei dem sich Produktionsmethoden in der Holzverarbeitung stetig weiterentwickeln und digitale Technologien aus anderen Branchen, wie dem Maschinenbau, in die Fertigungsprozesse integriert werden. Der versierte Umgang mit CAD-Software, CNC-Maschinen und anderen digitalen Werkzeugen wird daher immer mehr zur Grundvoraussetzung für die Umsetzung komplexer Projekte.
Während in der industriellen Fertigung handwerkliche Fähigkeiten zunehmend an Bedeutung verlieren, bleiben sie in traditionellen Tischlereibetrieben essenziell. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, spezialisieren sich viele dieser Betriebe auf Nischenmärkte, insbesondere im hochpreisigen Segment. Hier sind Kreativität, exzellente handwerkliche und künstlerische Verarbeitungsqualität sowie der Einsatz innovativer Materialien, wie Hochleistungsverbundstoffe, entscheidende Differenzierungsmerkmale.
Für Zimmerer/Zimmerinnen ergeben sich in Zukunft voraussichtlich gute Perspektiven, da der Holzbau weiterhin wächst. Holz gilt als nachhaltiger, wiederverwertbarer Baustoff und gewinnt im Sinne der Kreislaufwirtschaft zunehmend an Bedeutung (Wegscheider-Protsch & Ziegler 2024).
Die Anforderungen an Fachkräfte in diesem Bereich werden immer vielschichtiger. Neben handwerklichem Geschick und Kreativität gewinnen Kompetenzen in Automatisierung und Digitalisierung zunehmend an Relevanz. Darüber hinaus wird in vielen Stellenanzeigen der Besitz eines Führerscheins vorausgesetzt, was die Bedeutung von Mobilität und Flexibilität im beruflichen Alltag unterstreicht.
Trends, Daten und Fakten zum Beruf "PlatzmeisterIn"
Berufsbeschreibung
PlatzmeisterInnen sorgen für die sachgemäße Lagerung, Sortierung und Ausgabe von Materialien und Maschinen und koordinieren wichtige organisatorische Aufgaben. Sie übernehmen die Personaleinteilung, achten auf die Einhaltung der Sicherheitsvorschriften und überwachen die Bau-, Montage- und Servicetrupps. Auch kleine Reparaturarbeiten sowie die Reinigung von Materialien und Geräten können in ihrem Aufgabenbereich liegen.
Trend
Die folgenden Grafiken zeigen, wie sich die Bedeutung des Berufs in den kommenden Jahren aus jetziger Sicht entwickeln wird, und wie groß die Bedeutung aktuell ist (gemessen als Anteil am gesamten Inseratenaufkommen aller Berufe in Österreich oder dem ausgewählten Bundesland). Die Bedeutung kann dabei in Zukunft zurückgehen (negativer Trend), gleichbleiben oder steigen (positiver Trend). Gleichzeitig wird auch die Anzahl der Inserate des Vorjahres dargestellt, welche zu den Anteilen korrespondieren.
WICHTIG: Für Berufe mit einem hohen Anteil (siehe Grafik: Anteil an allen Inseraten) bedeutet auch ein tendenziell negativer Trend oder ein gleichbleibendes Inserateaufkommen (siehe Grafik: 3-Jahres Trend) durchaus gute Jobaussichten.
Daten und Fakten
Die nachfolgenden Grafiken zeigen die Entwicklung des Inserateaufkommens in den vergangenen Jahren sowie nach Bundesländern und im Vergleich zu ähnlichen Berufen. Zudem werden auch Informationen zu den am Arbeitsmarkt nachgefragten Kompetenzen dargestellt: welche Kompetenzen werden in den Inseraten besonders häufig angegeben (durchschnittlicher Anteil der Jahre 2021 bis 2024 in %), beziehungsweise welche Kompetenzen haben am stärksten an Bedeutung gewonnen (Veränderung der Anteile im Jahresvergleich 2021/22 und 2023/24 in %-Punkten).
Datenquelle: Inserate aus dem Internet