Arbeitsmarktentwicklung in Österreich
Der Bergbau hat in Österreich eine lange Tradition und besitzt in einzelnen Regionen – etwa beim Abbau von Magnesit und Erz – weiterhin wirtschaftliche Bedeutung. Insgesamt ist der Sektor jedoch klein, da ein Großteil mineralischer Rohstoffe importiert wird. Beschäftigungsmöglichkeiten in der Berufsobergruppe "Bergbau und Rohstoffe" sind daher selten und räumlich stark konzentriert.
Internationale Krisen, geopolitische Spannungen und Handelskonflikte haben die Bedeutung einer gesicherten Rohstoffversorgung deutlich erhöht. Strategische Initiativen wie der österreichische "Masterplan Rohstoffe 2030" und der europäische "Critical Raw Materials Act" zielen darauf ab, Abhängigkeiten von Importen zu reduzieren, Recyclingquoten zu steigern und technologische Innovationen zu fördern. Schwerpunkte liegen auf Kreislaufwirtschaft, effizienteren Förder- und Produktionsmethoden sowie der Diversifizierung internationaler Lieferketten. Diese Entwicklungen können mittel- bis langfristig zusätzliche Beschäftigungsimpulse setzen, etwa im Bereich Exploration, Aufbereitung und Rohstoffrecycling. Kurzfristig gehen Prognosen jedoch weiterhin von einer stabilen, aber niedrigen Nachfrage mit leicht rückläufiger Tendenz aus.
Chancen ergeben sich vor allem an der Schnittstelle zu Umwelt- und Energietechnologien. MetallurgInnen, AufbereitungstechnikerInnen und SpezialistInnen für Recycling profitieren vom steigenden Bedarf an Sekundärrohstoffen, Dekarbonisierungsmaßnahmen und der Nachfrage nach strategischen Metallen, bspw. für Batterien, erneuerbare Energien und Elektromobilität.
Die Qualifikationsanforderungen sind entsprechend breit. In Segmenten werden neben technischem und handwerklichem Können sowie Erfahrung im Umgang mit Maschinen, Förderanlagen und Spezialfahrzeugen zunehmend digitale Kompetenzen verlangt, etwa im Einsatz von Sensorik, automatisierten Steuerungssystemen und geologischer Planungssoftware. Von ExpertInnen im Feld werden hingegen neben technischen auch wissenschaftliche Fachkenntnisse gefordert.
Trends, Daten und Fakten zum Beruf "SprengbefugteR"
Berufsbeschreibung
Sprengbefugte ermitteln für geplante Sprengungen den geeigneten Sprengort und die Sprengstoffmenge. Sie bringen den Sprengstoff in den vorbereiteten Sprenglöchern an und lösen nach einem Warnsignal die Sprengung aus. Sie achten darauf, dass die Sicherheitsbestimmungen eingehalten werden und sorgen für die zeitgerechte Räumung der Sprengstelle. Darüber hinaus sind sie auch für die Anschaffung, Aufbewahrung und den Transport von Sprengmitteln verantwortlich.
Trend
Die folgenden Grafiken zeigen, wie sich die Bedeutung des Berufs in den kommenden Jahren aus jetziger Sicht entwickeln wird, und wie groß die Bedeutung aktuell ist (gemessen als Anteil am gesamten Inseratenaufkommen aller Berufe in Österreich oder dem ausgewählten Bundesland). Die Bedeutung kann dabei in Zukunft zurückgehen (negativer Trend), gleichbleiben oder steigen (positiver Trend). Gleichzeitig wird auch die Anzahl der Inserate des Vorjahres dargestellt, welche zu den Anteilen korrespondieren.
WICHTIG: Für Berufe mit einem hohen Anteil (siehe Grafik: Anteil an allen Inseraten) bedeutet auch ein tendenziell negativer Trend oder ein gleichbleibendes Inserateaufkommen (siehe Grafik: 3-Jahres Trend) durchaus gute Jobaussichten.
Daten und Fakten
Die nachfolgenden Grafiken zeigen die Entwicklung des Inserateaufkommens in den vergangenen Jahren sowie nach Bundesländern und im Vergleich zu ähnlichen Berufen. Zudem werden auch Informationen zu den am Arbeitsmarkt nachgefragten Kompetenzen dargestellt: welche Kompetenzen werden in den Inseraten besonders häufig angegeben (durchschnittlicher Anteil der Jahre 2022 bis 2025 in %), beziehungsweise welche Kompetenzen haben am stärksten an Bedeutung gewonnen (Veränderung der Anteile im Jahresvergleich 2022/23 und 2024/25 in %-Punkten).
Kartenansicht
Diese Karte zeigt die regionale Verteilung der Arbeitskräftenachfrage nach Berufsuntergruppen.Datenquelle: Inserate aus dem Internet