Bank-, Finanz- und Versicherungswesen
Büro, Marketing, Finanz, Recht, Sicherheit

9.710 Inserate geschaltet (2025)
- 975 Inserate im Vergleich zum Vorjahr (2024 - 2025)

Arbeitsmarktentwicklung in Österreich

Die Beschäftigten der Berufsobergruppe "Bank-, Finanz- und Versicherungswesen" arbeiten überwiegend in Banken, Geld- und Kreditinstituten, Investmentgesellschaften sowie Versicherungsunternehmen. Die Entwicklung der Berufsnachfrage wird stark durch strukturelle Anpassungen, Regulierung und technologische Innovationen geprägt. Der seit den frühen 2000er-Jahren beobachtbare Konsolidierungsprozess im österreichischen Bankensektor gilt zwar als weitgehend abgeschlossen, dennoch ist weiterhin mit einem leichten Rückgang der Beschäftigtenzahlen zu rechnen (Horvath et al. 2024). Gleichzeitig zeigt sich das österreichische Finanzsystem im internationalen Vergleich vergleichsweise krisenresilient, was abrupte Einbrüche der Beschäftigung unwahrscheinlich macht.

Die fortschreitende Digitalisierung, der Ausbau von Online- und Mobile-Banking sowie anhaltende Restrukturierungen führen mittelfristig zu wenig Dynamik bei klassischen Bank- und Versicherungstätigkeiten. Innerhalb der Branche verschiebt sich der Bedarf jedoch deutlich: Während traditionelle Schalter- und Sachbearbeitungsfunktionen an Bedeutung verlieren, steigt die Nachfrage nach IT-, Cyber-Security- und Data-Science-Fachkräften. Automatisierung und Künstliche Intelligenz übernehmen zunehmend Aufgaben in der Transaktionsabwicklung, Betrugserkennung, Risikoanalyse und im Reporting. Gleichzeitig entstehen neue Tätigkeitsfelder rund um digitale Produkte, nachhaltige Finanzierungen und regulatorische Compliance.

Trotz der Verlagerung vieler Standardgeschäfte in digitale Kanäle bleibt der persönliche Kundenkontakt in beratungsintensiven Segmenten – etwa bei Veranlagung, Finanzierung oder Versicherungslösungen – weiterhin zentral. Dadurch verändern sich die Kompetenzanforderungen: Neben fundiertem Finanz- und Rechtswissen gewinnen Vertriebskompetenz, digitale Beratungstools, analytisches Denken sowie Kommunikations- und Vertrauensfähigkeit an Gewicht.

In Summe zeigt sich für die Berufsobergruppe ein leicht negativer Beschäftigungstrend, der vor allem klassische Funktionen betrifft. Stabil bis moderat positiv entwickeln sich hingegen spezialisierte Beratungs-, Vertriebs- und IT-nahe Profile, die technisches Verständnis mit betriebswirtschaftlicher und regulatorischer Expertise verbinden.


Berufsbeschreibung

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Handels- und Kapitalmarktgeschäft sind z. B. spezialisiert auf die Durchführung von Wertpapiertransaktionen an den Finanzmärkten. Sie handeln im Auftrag von Banken oder ihren Kundinnen und Kunden Wertpapiere wie Aktien, Anleihen, Derivate und andere Finanzprodukte. Hierbei berücksichtigen sie Faktoren wie Marktnachfrage, Angebotssituation, Preisentwicklungen und wirtschaftliche Indikatoren. Sie führen effizient und zeitnah Handelsaufträge aus, um die besten Ausführungspreise für die Banken oder ihre Kundinnen und Kunden zu erzielen. Dabei nutzen sie Handelsplattformen und -systeme, um Wertpapiertransaktionen schnell und präzise abzuwickeln. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Handels- und Kapitalmarktgeschäft müssen geltende rechtliche und regulatorische Vorschriften einhalten, wie z. B. Wertpapiergesetze, Handelsvorschriften sowie interne Richtlinien der Börse und der Bank.

Trend

Die folgenden Grafiken zeigen, wie sich die Bedeutung des Berufs in den kommenden Jahren aus jetziger Sicht entwickeln wird, und wie groß die Bedeutung aktuell ist (gemessen als Anteil am gesamten Inseratenaufkommen aller Berufe in Österreich oder dem ausgewählten Bundesland). Die Bedeutung kann dabei in Zukunft zurückgehen (negativer Trend), gleichbleiben oder steigen (positiver Trend). Gleichzeitig wird auch die Anzahl der Inserate des Vorjahres dargestellt, welche zu den Anteilen korrespondieren.

WICHTIG: Für Berufe mit einem hohen Anteil (siehe Grafik: Anteil an allen Inseraten) bedeutet auch ein tendenziell negativer Trend oder ein gleichbleibendes Inserateaufkommen (siehe Grafik: 3-Jahres Trend) durchaus gute Jobaussichten.

3-Jahres Trend (2026-2028)

gleichbleibend

Anteil an allen Inseraten (2025)

0% - sehr geringer Anteil

Zahl der Inserate (2025)

446

Daten und Fakten

Die nachfolgenden Grafiken zeigen die Entwicklung des Inserateaufkommens in den vergangenen Jahren sowie nach Bundesländern und im Vergleich zu ähnlichen Berufen. Zudem werden auch Informationen zu den am Arbeitsmarkt nachgefragten Kompetenzen dargestellt: welche Kompetenzen werden in den Inseraten besonders häufig angegeben (durchschnittlicher Anteil der Jahre 2022 bis 2025 in %), beziehungsweise welche Kompetenzen haben am stärksten an Bedeutung gewonnen (Veränderung der Anteile im Jahresvergleich 2022/23 und 2024/25 in %-Punkten).

Kartenansicht

Diese Karte zeigt die regionale Verteilung der Arbeitskräftenachfrage nach Berufsuntergruppen.

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