Arbeitsmarktentwicklung in Österreich
Berufe der Berufsobergruppe "Management, Organisation" werden branchenübergreifend stark nachgefragt, was sich in einer konstant hohen Zahl an Stellenanzeigen zeigt. Besonders gesucht sind Fachkräfte im Sales-, Projekt- und Human-Resource-Management sowie in strategischen Steuerungsfunktionen. Treiber der Nachfrage sind zunehmender Wettbewerbsdruck, Internationalisierung, komplexere Unternehmensstrukturen und der Bedarf an professioneller Prozess- und Personalsteuerung. Gleichzeitig verändern Digitalisierung und datenbasierte Entscheidungsmodelle die Aufgabenprofile, ohne Managementtätigkeiten grundsätzlich ersetzbar zu machen.
Durch generative KI können mittlerweile auch Tätigkeiten automatisiert werden, die stark sprach- oder wissensbasiert sind, etwa Standardberichte, Präsentationen oder Voranalysen. Dennoch bleibt der Bedarf an Managementkompetenz hoch, da Entscheidungsfindung, Verhandlung, Führung und strategische Koordination nur begrenzt technisierbar sind. Auffällig ist, dass das Substituierbarkeitspotenzial zuletzt besonders in höherqualifizierten ExpertInnenberufen gestiegen ist (Grienberger et al. 2024). Dadurch verschiebt sich der Schwerpunkt weg von routinemäßigen Verwaltungsaufgaben hin zu analytischen, koordinierenden und innovationsbezogenen Tätigkeiten.
Innerhalb der Berufsobergruppe zeigt sich eine zunehmende Spezialisierung. Business-Development-, Operations- und Compliance-ManagerInnen gewinnen an Bedeutung, während klassische Verwaltungs- und Assistenzfunktionen tendenziell an Gewicht verlieren. Diese Entwicklung steht im Zusammenhang mit strengeren regulatorischen Anforderungen, wachsender Bedeutung von Nachhaltigkeits- und Risikomanagement sowie der stärkeren Nutzung von Daten zur Unternehmenssteuerung.
In Stellenanzeigen werden fundierte Managementkenntnisse, insbesondere in Projekt-, Personal- und Prozessmanagement, regelmäßig vorausgesetzt. Ergänzend gewinnen Kompetenzen in Marketing, PR und Change-Management an Relevanz. Digitale Fähigkeiten zählen mittlerweile zur Grundvoraussetzung: Sicherer Umgang mit Office-Anwendungen, ERP-Systemen wie SAP sowie Datenanalyse- und Reporting-Tools wird häufig erwartet. Ebenso wichtig sind Kommunikations-, Präsentations- und Verhandlungskompetenzen oder Verkaufskenntnisse, da viele Positionen an der Schnittstelle zwischen Management, MitarbeiterInnen und externen PartnerInnen angesiedelt sind.
Trends, Daten und Fakten zum Beruf "ProjektassistentIn"
Berufsbeschreibung
ProjektassistentInnen unterstützen ihre Vorgesetzten in fachlicher und administrativer Hinsicht. Sie arbeiten in der Planung und Betreuung von Projekten. Sie sammeln und bereiten Informationen auf, arbeiten Statistiken aus, organisieren Aufgaben- und Terminpläne, überwachen die Projektkosten und dokumentieren Projektfortschritte. Kleinere Projekte können sie auch eigenständig abwickeln.
Trend
Die folgenden Grafiken zeigen, wie sich die Bedeutung des Berufs in den kommenden Jahren aus jetziger Sicht entwickeln wird, und wie groß die Bedeutung aktuell ist (gemessen als Anteil am gesamten Inseratenaufkommen aller Berufe in Österreich oder dem ausgewählten Bundesland). Die Bedeutung kann dabei in Zukunft zurückgehen (negativer Trend), gleichbleiben oder steigen (positiver Trend). Gleichzeitig wird auch die Anzahl der Inserate des Vorjahres dargestellt, welche zu den Anteilen korrespondieren.
WICHTIG: Für Berufe mit einem hohen Anteil (siehe Grafik: Anteil an allen Inseraten) bedeutet auch ein tendenziell negativer Trend oder ein gleichbleibendes Inserateaufkommen (siehe Grafik: 3-Jahres Trend) durchaus gute Jobaussichten.
Daten und Fakten
Die nachfolgenden Grafiken zeigen die Entwicklung des Inserateaufkommens in den vergangenen Jahren sowie nach Bundesländern und im Vergleich zu ähnlichen Berufen. Zudem werden auch Informationen zu den am Arbeitsmarkt nachgefragten Kompetenzen dargestellt: welche Kompetenzen werden in den Inseraten besonders häufig angegeben (durchschnittlicher Anteil der Jahre 2022 bis 2025 in %), beziehungsweise welche Kompetenzen haben am stärksten an Bedeutung gewonnen (Veränderung der Anteile im Jahresvergleich 2022/23 und 2024/25 in %-Punkten).
Kartenansicht
Diese Karte zeigt die regionale Verteilung der Arbeitskräftenachfrage nach Berufsuntergruppen.Datenquelle: Inserate aus dem Internet