Arbeitsmarktentwicklung in Österreich
Die Berufsobergruppe "Lebensmittelherstellung" umfasst ein breites Spektrum an Berufen, darunter BäckerInnen, KonditorInnen, Lebensmittelproduktionshilfskräfte, FleischverarbeiterInnen, LebensmitteltechnikerInnen, GetränketechnikerInnen sowie Fachkräfte in Molkerei und Käserei. Die Nachfrage variiert regional stark, wobei Stellenangebote für KonditorInnen und BäckerInnen österreichweit zu finden sind.
In den letzten Jahren hat sich die Dynamik innerhalb des Sektors deutlich verändert. Während früher kleinere gewerbliche Betriebe das Wachstum prägten, wird die Entwicklung heute zunehmend von größeren industriellen Produzenten bestimmt. Diese strukturelle Verschiebung setzt viele kleinere Betriebe unter starken Konkurrenzdruck. Gleichzeitig eröffnen sich für sie Chancen in spezialisierten Nischenmärkten, insbesondere durch einen Fokus auf hochqualitative, innovative Produkte.
Vor diesem Hintergrund steigen die Anforderungen an Beschäftigte in der Lebensmittelherstellung. Neben traditionellen fachlichen Kompetenzen gewinnen Qualitätsmanagementfähigkeiten sowie Erfahrung im Umgang mit Maschinen, Anlagen und automatisierten Produktionsprozessen an Bedeutung. Besonders in der industriellen Lebensmittelproduktion wächst der Bedarf an spezifischen technischen Qualifikationen. Dennoch bleibt die Nachfrage nach Fachkräften in spezialisierten gewerblichen Betrieben stabil, da sich diese durch hochwertige und einzigartige Produkte vom Markt abheben (Dornmayr & Riepl 2021).
Trends, Daten und Fakten zum Beruf "LebensmitteltechnikerIn"
Berufsbeschreibung
LebensmitteltechnikerInnen beschäftigen sich mit der Analyse und mit der Be- und Verarbeitung von Lebensmitteln und Getränken. Wichtige Teilbereiche sind die Verbesserung der Haltbarkeit von Lebensmitteln und die Qualitätskontrolle in der Lebensmittelproduktion.
Trend
Die folgenden Grafiken zeigen, wie sich die Bedeutung des Berufs in den kommenden Jahren aus jetziger Sicht entwickeln wird, und wie groß die Bedeutung aktuell ist (gemessen als Anteil am gesamten Inseratenaufkommen aller Berufe in Österreich oder dem ausgewählten Bundesland). Die Bedeutung kann dabei in Zukunft zurückgehen (negativer Trend), gleichbleiben oder steigen (positiver Trend). Gleichzeitig wird auch die Anzahl der Inserate des Vorjahres dargestellt, welche zu den Anteilen korrespondieren.
WICHTIG: Für Berufe mit einem hohen Anteil (siehe Grafik: Anteil an allen Inseraten) bedeutet auch ein tendenziell negativer Trend oder ein gleichbleibendes Inserateaufkommen (siehe Grafik: 3-Jahres Trend) durchaus gute Jobaussichten.
Daten und Fakten
Die nachfolgenden Grafiken zeigen die Entwicklung des Inserateaufkommens in den vergangenen Jahren sowie nach Bundesländern und im Vergleich zu ähnlichen Berufen. Zudem werden auch Informationen zu den am Arbeitsmarkt nachgefragten Kompetenzen dargestellt: welche Kompetenzen werden in den Inseraten besonders häufig angegeben (durchschnittlicher Anteil der Jahre 2021 bis 2024 in %), beziehungsweise welche Kompetenzen haben am stärksten an Bedeutung gewonnen (Veränderung der Anteile im Jahresvergleich 2021/22 und 2023/24 in %-Punkten).
Datenquelle: Inserate aus dem Internet