Arbeitsmarktentwicklung in Österreich
Die Berufsobergruppe "EDV- und Netzwerktechnik", zu der Informations- und KommunikationstechnikerInnen, Netzwerk- sowie SystemadministratorInnen zählen, ist in nahezu allen Branchen der österreichischen Wirtschaft gefragt. Mit der fortschreitenden Digitalisierung von Geschäftsprozessen, dem Ausbau cloudbasierter Dienste und der zunehmenden Vernetzung von Systemen nehmen diese Berufe eine wichtige Rolle ein, da Unternehmen aller Größenordnungen auf stabile, sichere und leistungsfähige IT-Infrastrukturen angewiesen sind.
Ein zentraler Treiber der Nachfrage ist der wachsende Stellenwert von Informationssicherheit und Datenschutz. Cyberangriffe, gesetzliche Vorgaben und steigende Datenmengen erhöhen die Anforderungen an IT-Systeme erheblich. Das Tätigkeitsprofil von Berufen im Bereich EDV- und Netzwerktechnik verschiebt sich dadurch: Neben der klassischen Wartung von Netzwerken und Servern gewinnen Sicherheitskonzepte, Zugriffskontrollen, Backup-Strategien und Monitoring an Bedeutung. Gleichzeitig verändern Cloud-Lösungen und ausgelagerte IT-Services die Arbeitsweise. Vor allem kleine und mittlere Unternehmen betreiben weniger eigene Serverstrukturen, benötigen jedoch verstärkt Unterstützung bei Endgeräten, Softwareverwaltung, Schnittstellenmanagement und IT-Sicherheitsfragen. Dadurch verlagert sich die Nachfrage teilweise von internen Stellen hin zu externen IT-Dienstleistern, ohne dass der generelle Bedarf an Fachkräften sinkt.
Die geforderten Kompetenzen reichen heute deutlich über klassische Netzwerk- und Betriebssystemkenntnisse hinaus. Die Nachfrage umfasst auch fundierte Kenntnisse in IT-Security, Virtualisierung, Cloud-Plattformen, Automatisierung und Skriptsprachen sowie sicheren Umgang mit Administrations- und Monitoring-Tools. Ergänzend spielen Projektmanagementkompetenzen sowie Kommunikationsstärke eine wichtige Rolle, da AdministratorInnen häufig als interne AnsprechpartnerInnen für technische und strategische IT-Fragen fungieren.
Trends, Daten und Fakten zum Beruf "Informations- und KommunikationstechnikerIn"
Berufsbeschreibung
Informations- und KommunikationstechnikerInnen betreuen IT-Hard- und Software sowie Netzwerksysteme und deren Einzelkomponenten (z.B. Server). Sie bauen Computer, Peripheriegeräte und Netzwerke auf und installieren und konfigurieren Betriebssysteme und Anwendungssoftware. Auch das Beheben und Vorbeugen von Störungen und Fehlern an Informations- und Kommunikationssystemen, z.B. durch regelmäßige Updates und durch die Erneuerung und Ergänzung einzelner Komponenten, kann in ihrem Tätigkeitsbereich liegen. Je nach Fachbereich installieren, warten und reparieren sie auch Telekommunikationsartikel, Geräte der Unterhaltungselektronik (z.B. Mobiltelefone und Fernsehgeräte), Geräte aus dem Bereich der Funk-, Radar- und Lasertechnik, Antennen- und Satellitenanlagen, Signaleinrichtungen, sicherheitstechnische Einrichtungen (z.B. Alarm- und Zutrittsanlagen) sowie medizintechnische Geräte. Darüber hinaus beraten und schulen sie AnwenderInnen.
Trend
Die folgenden Grafiken zeigen, wie sich die Bedeutung des Berufs in den kommenden Jahren aus jetziger Sicht entwickeln wird, und wie groß die Bedeutung aktuell ist (gemessen als Anteil am gesamten Inseratenaufkommen aller Berufe in Österreich oder dem ausgewählten Bundesland). Die Bedeutung kann dabei in Zukunft zurückgehen (negativer Trend), gleichbleiben oder steigen (positiver Trend). Gleichzeitig wird auch die Anzahl der Inserate des Vorjahres dargestellt, welche zu den Anteilen korrespondieren.
WICHTIG: Für Berufe mit einem hohen Anteil (siehe Grafik: Anteil an allen Inseraten) bedeutet auch ein tendenziell negativer Trend oder ein gleichbleibendes Inserateaufkommen (siehe Grafik: 3-Jahres Trend) durchaus gute Jobaussichten.
Daten und Fakten
Die nachfolgenden Grafiken zeigen die Entwicklung des Inserateaufkommens in den vergangenen Jahren sowie nach Bundesländern und im Vergleich zu ähnlichen Berufen. Zudem werden auch Informationen zu den am Arbeitsmarkt nachgefragten Kompetenzen dargestellt: welche Kompetenzen werden in den Inseraten besonders häufig angegeben (durchschnittlicher Anteil der Jahre 2022 bis 2025 in %), beziehungsweise welche Kompetenzen haben am stärksten an Bedeutung gewonnen (Veränderung der Anteile im Jahresvergleich 2022/23 und 2024/25 in %-Punkten).
Kartenansicht
Diese Karte zeigt die regionale Verteilung der Arbeitskräftenachfrage nach Berufsuntergruppen.Datenquelle: Inserate aus dem Internet