Arbeitsmarktentwicklung in Österreich
Die Berufsobergruppe "Verkehr" umfasst zahlreiche Tätigkeiten in der Personenbeförderung. In Stellenanzeigen besonders häufig gesucht werden BerufskraftfahrerInnen im Personentransport, TriebfahrzeugführerInnen, ZugbegleiterInnen, TaxichauffeurInnen sowie FahrlehrerInnen. Der Schwerpunkt der Nachfrage liegt weiterhin im Straßenverkehr, zugleich bietet der Bahnsektor vergleichsweise gute Beschäftigungsmöglichkeiten.
Die Nachfrage nach Arbeitskräften im Personentransport wird weniger von kurzfristigen Konjunkturschwankungen als von Veränderungen der Mobilitätsnachfrage bestimmt. Investitionen in den öffentlichen Verkehr und Maßnahmen zur Dekarbonisierung des Verkehrssystems erhöhen den Personalbedarf. Zusätzlich entsteht ein beträchtlicher Ersatz- und Zusatzbedarf durch altersbedingte Abgänge, insbesondere bei großen Verkehrsunternehmen wie bundesweiten und städtischen Verkehrsbetrieben (Wegscheider-Protsch & Ziegler 2024).
Langfristige Strukturtrends betreffen vor allem Digitalisierung und stärkere Vernetzung unterschiedlicher Verkehrsträger. Plattformbasierte Buchungssysteme, Echtzeit-Fahrgastinformationen, integriertes Ticketing und datenbasierte Verkehrssteuerung führen zu engeren Schnittstellen zwischen Bahn, Bus, Individualverkehr und neuen Mobilitätsdiensten. Automatisierungs- und Assistenzsysteme verändern bereits heute Arbeitsabläufe, auch wenn vollständig autonome Lösungen im Personentransport überwiegend noch im Pilotstadium verbleiben.
Die formalen Zugangsvoraussetzungen sind vielfach moderat, jedoch klar reguliert. Je nach Tätigkeit sind bestimmte Führerscheinklassen, Befähigungsnachweise und medizinische Tauglichkeitsprüfungen verpflichtend. Parallel steigen die Anforderungen an digitale Kompetenzen. Elektronische Leit- und Sicherungssysteme, mobile Kontrollgeräte und softwaregestützte Dispositionslösungen prägen den Arbeitsalltag zunehmend. EDV-Grundkenntnisse, technisches Systemverständnis sowie ausgeprägte Kommunikations- und Servicekompetenzen werden damit zunehmend gefordert.
Trends, Daten und Fakten zum Beruf "Flughafenbodenpersonal (m/w)"
Berufsbeschreibung
MitarbeiterInnen des Flughafenbodenpersonals sind in unterschiedlichen Bereichen der Bodendienste bei Fluglinien und Flughäfen tätig. So leiten und organisieren sie z.B. den Betrieb von Fluglinien, sind im Verkauf der Leistungen von Fluglinien tätig oder im Passagierdienst, in der Flugzeug- und Frachtabfertigung und im Frachtverkauf.
Trend
Die folgenden Grafiken zeigen, wie sich die Bedeutung des Berufs in den kommenden Jahren aus jetziger Sicht entwickeln wird, und wie groß die Bedeutung aktuell ist (gemessen als Anteil am gesamten Inseratenaufkommen aller Berufe in Österreich oder dem ausgewählten Bundesland). Die Bedeutung kann dabei in Zukunft zurückgehen (negativer Trend), gleichbleiben oder steigen (positiver Trend). Gleichzeitig wird auch die Anzahl der Inserate des Vorjahres dargestellt, welche zu den Anteilen korrespondieren.
WICHTIG: Für Berufe mit einem hohen Anteil (siehe Grafik: Anteil an allen Inseraten) bedeutet auch ein tendenziell negativer Trend oder ein gleichbleibendes Inserateaufkommen (siehe Grafik: 3-Jahres Trend) durchaus gute Jobaussichten.
Daten und Fakten
Die nachfolgenden Grafiken zeigen die Entwicklung des Inserateaufkommens in den vergangenen Jahren sowie nach Bundesländern und im Vergleich zu ähnlichen Berufen. Zudem werden auch Informationen zu den am Arbeitsmarkt nachgefragten Kompetenzen dargestellt: welche Kompetenzen werden in den Inseraten besonders häufig angegeben (durchschnittlicher Anteil der Jahre 2022 bis 2025 in %), beziehungsweise welche Kompetenzen haben am stärksten an Bedeutung gewonnen (Veränderung der Anteile im Jahresvergleich 2022/23 und 2024/25 in %-Punkten).
Kartenansicht
Diese Karte zeigt die regionale Verteilung der Arbeitskräftenachfrage nach Berufsuntergruppen.Datenquelle: Inserate aus dem Internet