Arbeitsmarktentwicklung in Österreich
Der Einzel-, Groß- und Onlinehandel spielt eine zentrale Rolle auf dem österreichischen Arbeitsmarkt und bietet zahlreiche Arbeitsplätze. Besonders stark nachgefragt werden Fachkräfte im Einzelhandel, insbesondere Einzelhandelskaufleute sowie Lebensmittel- und FeinkostverkäuferInnen. Aktuelle Untersuchungen bestätigen, dass der Bedarf an diesen Berufen auch in Zukunft hoch sein wird (Dornmayr & Riepl 2024).
Allerdings führen demografische Veränderungen und ein verändertes Konsumverhalten zu Rückgängen im klassischen stationären Handel. Besonders betroffen sind Berufe wie Textil-, Bekleidungs- und SchuhverkäuferInnen, Papier- und SchreibwarenverkäuferInnen oder Elektro- und ElektronikverkäuferInnen. Schon seit Jahren ist hier ein klarer Trend hin zum Onlinehandel zu beobachten, wodurch der stationäre Handel zunehmend an Bedeutung verliert. Auch im Bereich der Baumärkte zeigt sich eine Abschwächung, die durch den stagnierenden Wohnbau verstärkt wird. Der Großhandel spürt die Folgen der abkühlenden Industriekonjunktur besonders stark.
Trotz dieser Herausforderungen bieten die zunehmend verschmelzenden Grenzen zwischen Online- und Offline-Shopping neue Chancen. Unternehmen, die beide Vertriebskanäle geschickt kombinieren, können zusätzliche Absatzmöglichkeiten erschließen. Zudem könnten in den kommenden Jahren IT-Systeme mit Künstlicher Intelligenz, die Verhaltensmuster analysieren können, die Abläufe im Groß- und Einzelhandel grundlegend verändern (Wöhl & Ziegler 2023).
Die Anforderungen an Fachkräfte im Handel sind vielfältig und werden stark von aktuellen Trends beeinflusst. Im Fachhandel wird die Kundenberatung immer wichtiger, was spezifische Verkaufsfähigkeiten sowie fundierte Produkt- und Materialkenntnisse erfordert. Wer sich mit digitalen Tools und Plattformen auskennt, profitiert von den Chancen, die die Kombination aus Online- und Offline-Handel bietet. Im Großhandel sind neben klassischen Büro- und Verwaltungskenntnissen besonders Fähigkeiten im Rechnungswesen, in der Logistik und im Verkauf gefragt.
Trends, Daten und Fakten zum Beruf "DrogistIn"
Berufsbeschreibung
DrogistInnen verkaufen Drogeriewaren und beraten KundInnen über diese. Zu ihrem Sortiment gehören u. a. rezeptfreie Arzneimittel, Heilkräuter, Kosmetika, Chemikalien, Pflanzenschutzmittel, Reformkost oder auch Nahrungsergänzungsmittel. DrogistInnen stellen zum Teil auch selbst Drogeriewaren her, z. B. spezielle Teemischungen oder kosmetische Produkte, die nach eigenen Rezepturen zusammengemischt werden. Sie platzieren die Waren in Verkaufsräumen und sind für die ordentliche und saubere Präsentation dieser verantwortlich. Zudem übernehmen sie auch Tätigkeiten an der Kassa. Außerdem erledigen DrogistInnen kaufmännische Tätigkeiten, indem sie z. B. Waren bestellen und Verkaufspreise kalkulieren. Außerdem kontrollieren sie Lieferungen, erstellen Rechnungen und führen Inventuren sowie auch Tagesabschlüsse durch.
Trend
Die folgenden Grafiken zeigen, wie sich die Bedeutung des Berufs in den kommenden Jahren aus jetziger Sicht entwickeln wird, und wie groß die Bedeutung aktuell ist (gemessen als Anteil am gesamten Inseratenaufkommen aller Berufe in Österreich oder dem ausgewählten Bundesland). Die Bedeutung kann dabei in Zukunft zurückgehen (negativer Trend), gleichbleiben oder steigen (positiver Trend). Gleichzeitig wird auch die Anzahl der Inserate des Vorjahres dargestellt, welche zu den Anteilen korrespondieren.
WICHTIG: Für Berufe mit einem hohen Anteil (siehe Grafik: Anteil an allen Inseraten) bedeutet auch ein tendenziell negativer Trend oder ein gleichbleibendes Inserateaufkommen (siehe Grafik: 3-Jahres Trend) durchaus gute Jobaussichten.
Daten und Fakten
Die nachfolgenden Grafiken zeigen die Entwicklung des Inserateaufkommens in den vergangenen Jahren sowie nach Bundesländern und im Vergleich zu ähnlichen Berufen. Zudem werden auch Informationen zu den am Arbeitsmarkt nachgefragten Kompetenzen dargestellt: welche Kompetenzen werden in den Inseraten besonders häufig angegeben (durchschnittlicher Anteil der Jahre 2021 bis 2024 in %), beziehungsweise welche Kompetenzen haben am stärksten an Bedeutung gewonnen (Veränderung der Anteile im Jahresvergleich 2021/22 und 2023/24 in %-Punkten).
Datenquelle: Inserate aus dem Internet