Arbeitsmarktentwicklung in Österreich
Vertrieb, Beratung und Einkauf zählen zu den zentralen Funktionen in nahezu allen Wirtschaftsbereichen. Entsprechend bestehen grundsätzlich gute Beschäftigungschancen für qualifizierte Fachkräfte. Gleichzeitig reagieren diese Berufsfelder sensibel auf konjunkturelle Schwankungen. Für 2026 wird eine weiterhin verhaltene wirtschaftliche Entwicklung in Österreich erwartet (Fenz et al. 2025), was sich auf Personalentscheidungen vieler Unternehmen auswirkt. In diesem Umfeld verändern sich auch die Anforderungsprofile: Der Schwerpunkt verschiebt sich zunehmend von reiner Produkt- und Aufgabenerfüllung hin zu stärker kundenorientierten, lösungsbezogenen Arbeitsweisen. KundInnen erwarten individuelle Angebote, schnelle Reaktionszeiten und bereichsübergreifende Zusammenarbeit.
Unverzichtbar bleiben klassische Kernkompetenzen wie Kommunikationsstärke, Verkaufskenntnisse, Serviceorientierung und professioneller Kundenkontakt. Ergänzend gewinnen spezialisierte Kenntnisse an Bedeutung, etwa im Umgang mit branchenspezifischer Software, in Büroorganisation, Betriebswirtschaft und Projektmanagement.
Digitalisierung und Automatisierung verändern zudem Arbeitsprozesse deutlich. Unternehmen nutzen verstärkt digitale Plattformen, automatisierte Bestellsysteme und datenbasierte Kundenanalysen, um Abläufe effizienter zu gestalten und Kundenbeziehungen gezielter zu steuern. Dadurch verschieben sich Tätigkeiten teilweise von administrativen Routinen hin zu beratenden, koordinierenden und analytischen Aufgaben. Auch werden digitale Fähigkeiten zunehmend vorausgesetzt, darunter der sichere Einsatz von CRM-Systemen, Datenanalyse-Tools und ein grundlegendes Verständnis für den Einsatz Künstlicher Intelligenz in Marketing, Vertrieb und Beschaffung (Bock-Schappelwein et al. 2025). Je nach Position variieren die Anforderungen, typisch ist jedoch die Kombination aus Produktwissen, technologischer Kompetenz und ausgeprägter Kundenorientierung.
Trends, Daten und Fakten zum Beruf "AuftragssachbearbeiterIn"
Berufsbeschreibung
AuftragssachbearbeiterInnen sind für die gesamte Auftragsabwicklung zuständig. Dabei nehmen sie Aufträge an, bearbeiten, prüfen und überwachen sie, erstellen Zollunterlagen und Rechnungen und koordinieren die Disposition, d.h. die möglichst effiziente Einteilung und Durchführung der Aufträge. Außerdem beraten und betreuen sie KundInnen und dokumentieren Auftragsdaten.
Trend
Die folgenden Grafiken zeigen, wie sich die Bedeutung des Berufs in den kommenden Jahren aus jetziger Sicht entwickeln wird, und wie groß die Bedeutung aktuell ist (gemessen als Anteil am gesamten Inseratenaufkommen aller Berufe in Österreich oder dem ausgewählten Bundesland). Die Bedeutung kann dabei in Zukunft zurückgehen (negativer Trend), gleichbleiben oder steigen (positiver Trend). Gleichzeitig wird auch die Anzahl der Inserate des Vorjahres dargestellt, welche zu den Anteilen korrespondieren.
WICHTIG: Für Berufe mit einem hohen Anteil (siehe Grafik: Anteil an allen Inseraten) bedeutet auch ein tendenziell negativer Trend oder ein gleichbleibendes Inserateaufkommen (siehe Grafik: 3-Jahres Trend) durchaus gute Jobaussichten.
Daten und Fakten
Die nachfolgenden Grafiken zeigen die Entwicklung des Inserateaufkommens in den vergangenen Jahren sowie nach Bundesländern und im Vergleich zu ähnlichen Berufen. Zudem werden auch Informationen zu den am Arbeitsmarkt nachgefragten Kompetenzen dargestellt: welche Kompetenzen werden in den Inseraten besonders häufig angegeben (durchschnittlicher Anteil der Jahre 2022 bis 2025 in %), beziehungsweise welche Kompetenzen haben am stärksten an Bedeutung gewonnen (Veränderung der Anteile im Jahresvergleich 2022/23 und 2024/25 in %-Punkten).
Kartenansicht
Diese Karte zeigt die regionale Verteilung der Arbeitskräftenachfrage nach Berufsuntergruppen.Datenquelle: Inserate aus dem Internet