Arbeitsmarktentwicklung in Österreich
Die Zahl der Stellenangebote in der Berufsobergruppe "Forstwirtschaft, Jagd, Fischerei" ist insgesamt gering. Der überwiegende Teil der Nachfrage entfällt auf ForstarbeiterInnen. Regional konzentrieren sich Ausschreibungen vor allem auf waldreiche Gebiete, auch wenn das absolute Stellenvolumen niedrig bleibt.
Die Forstwirtschaft besitzt in Österreich dennoch eine hohe wirtschaftliche und ökologische Bedeutung. Der Holzeinschlag ist eng an die Konjunkturentwicklung und insbesondere an die Nachfrage im Bauwesen gekoppelt. Gleichzeitig gewinnt Holz als nachhaltiger Baustoff national wie international an Relevanz, was der Branche langfristig stabile Rahmenbedingungen verschafft, jedoch nicht automatisch zu stark steigender Beschäftigung führt.
Technologischer Fortschritt verändert die Arbeitsweise deutlich. Moderne Forstbetriebe setzen zunehmend spezialisierte Maschinen wie Harvester und Forwarder ein, wodurch Arbeitsprozesse effizienter, aber auch kapitalintensiver werden. In Stellenanzeigen werden daher häufiger Kenntnisse im Umgang mit schweren Maschinen und technischen Geräten verlangt. Ergänzend gewinnen digitale Anwendungen an Bedeutung, etwa zur Waldüberwachung, Flächenplanung oder Dokumentation. Trotz dieser Technisierung bleiben die körperlichen Anforderungen hoch. Trittsicherheit, Belastbarkeit, Arbeiten im Freien bei unterschiedlichen Witterungsbedingungen sowie ein hohes Maß an Sicherheitsbewusstsein zählen weiterhin zu den zentralen Voraussetzungen.
Der Bereich Fischerei und Fischverarbeitung stellt hingegen eine sehr kleine Nische dar. Die Nachfrage nach Arbeitskräften ist gering, da nur wenige Betriebe in diesem Segment tätig sind. Zwar bestehen vereinzelt Initiativen zur Erhöhung des inländischen Selbstversorgungsgrades mit Fisch, diese führen bislang jedoch nur zu punktuellen Beschäftigungsmöglichkeiten und nicht zu einem breiten Arbeitsmarkt.
Trends, Daten und Fakten zum Beruf "BerufsjägerIn"
Berufsbeschreibung
BerufsjägerInnen sind für die Beobachtung, Bestandszählung, Verhinderung des Wilddiebstahles, Hege und Bejagung von Wildtieren, z. B. Rehe, Hirsche, Hasen zuständig. Dadurch sichern sie den Artenreichtum des Wildbestandes. Im Winter ist außerdem das Füttern der Wildtiere eine ihrer Aufgaben, indem sie Futterkrippen befüllen. Wenn Tierseuchen auftreten, z. B. Gamsblindheit oder Moderhinke, verringern sie den Bestand kranker Tiere durch Abschuss. BerufsjägerInnen führen Schriftverkehr mit den zuständigen Bezirkshauptmannschaften und BezirksjägermeisterInnen sowie Jagdverbänden, z. B. indem sie Abschüsse melden. Weiters beschäftigen sie sich mit der Waldbewirtschaftung, Forstwirtschaft und Umwelt- und Naturschutzvorhaben.
Trend
Die folgenden Grafiken zeigen, wie sich die Bedeutung des Berufs in den kommenden Jahren aus jetziger Sicht entwickeln wird, und wie groß die Bedeutung aktuell ist (gemessen als Anteil am gesamten Inseratenaufkommen aller Berufe in Österreich oder dem ausgewählten Bundesland). Die Bedeutung kann dabei in Zukunft zurückgehen (negativer Trend), gleichbleiben oder steigen (positiver Trend). Gleichzeitig wird auch die Anzahl der Inserate des Vorjahres dargestellt, welche zu den Anteilen korrespondieren.
WICHTIG: Für Berufe mit einem hohen Anteil (siehe Grafik: Anteil an allen Inseraten) bedeutet auch ein tendenziell negativer Trend oder ein gleichbleibendes Inserateaufkommen (siehe Grafik: 3-Jahres Trend) durchaus gute Jobaussichten.
Daten und Fakten
Die nachfolgenden Grafiken zeigen die Entwicklung des Inserateaufkommens in den vergangenen Jahren sowie nach Bundesländern und im Vergleich zu ähnlichen Berufen. Zudem werden auch Informationen zu den am Arbeitsmarkt nachgefragten Kompetenzen dargestellt: welche Kompetenzen werden in den Inseraten besonders häufig angegeben (durchschnittlicher Anteil der Jahre 2022 bis 2025 in %), beziehungsweise welche Kompetenzen haben am stärksten an Bedeutung gewonnen (Veränderung der Anteile im Jahresvergleich 2022/23 und 2024/25 in %-Punkten).
Kartenansicht
Diese Karte zeigt die regionale Verteilung der Arbeitskräftenachfrage nach Berufsuntergruppen.Datenquelle: Inserate aus dem Internet