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Landbau, Viehwirtschaft, Tierbetreuung
Landwirtschaft, Gartenbau, Forstwirtschaft

3.676 Inserate geschaltet (2023)
- 1.208 Inserate im Vergleich zum Vorjahr (2022 - 2023)

Arbeitsmarktentwicklung in Österreich

Innerhalb der Berufsobergruppe "Landbau, Viehwirtschaft, Tierbetreuung" lassen sich die Beschäftigten hauptsächlich zwei Hauptbereichen zuordnen: der Landwirtschaft und der Tierpflege. Die beruflichen Perspektiven sind in beiden Bereichen beschränkt. Die Zahl der Stelleninserate ist vergleichsweise gering, zudem ist in den kommenden Jahren von einem weiteren Bedeutungsrückgang auszugehen.

Der landwirtschaftliche Sektor unterliegt seit Jahrzehnten einem Konsolidierungsprozess, gekennzeichnet durch einen Rückgang der Zahl landwirtschaftlicher Betriebe und der Beschäftigten bei gleichzeitigem Anstieg der durchschnittlich bewirtschafteten Fläche pro Betrieb. Dieser Wandel, umgangssprachlich oft als "Bauernsterben" bezeichnet, erfordert eine Steigerung der Arbeitsproduktivität, um im Wettbewerb bestehen zu können. Die notwendige Produktivitätssteigerung wird zunehmend durch kapitalintensivere und automatisierte Produktionsmethoden erreicht. Technologien wie Smart Farming, die Betonung ökologischer Aspekte sowie demografische Veränderungen im ländlichen Raum tragen zu einer Beschleunigung des strukturellen Wandels in der Landwirtschaft bei. Trotz dieser Herausforderungen ergeben sich auch Chancen: Der Tourismussektor profitiert von einer nachhaltigen Landwirtschaft, der Pflege der Landschaft und der Vermarktung regionaler Produkte. Dadurch erhalten landwirtschaftliche Betriebe neue Impulse durch Nebentätigkeiten wie die Vermietung von Räumlichkeiten und den Vertrieb von regionalen Produkten.

Auch der Bereich der Tierpflege und -versorgung stellt eine Nische am österreichischen Arbeitsmarkt dar. Auch wenn die Zahl der Haustiere in österreichischen Haushalten – insbesondere Katzen und Hunde, deren Populationen auf 1.537.850 bzw. 629.120 geschätzt werden, sowie rund 120.000 gehaltene Pferde – weiterhin im Steigen begriffen ist, kann für die kommenden Jahre in diesem Bereich allenfalls von einer stabilen Nachfrage auf niedrigem Niveau ausgegangen werden.


Berufsbeschreibung

PferdewirtschaftsfacharbeiterInnen kennen und übernehmen – genauso wie PferdepflegerInnen – die tägliche Stallarbeit (füttern, tränken, reinigen, ausmisten), das tägliche Bewegungsprogramm und die Pflege kranker Pferde. Außerdem befassen sie sich mit der Zucht, Aufzucht und Ausbildung der Jungpferde. Sie sind beim Vorbereiten des Deckaktes dabei, betreuen die trächtigen Stuten und helfen bei der Geburt mit. Sie fördern die Jungpferde, lehren sie zuerst an der Longe zu gehen (Longieren) und übernehmen dann die Reit- oder Fahrausbildung. Sie erarbeiten für jedes Pferd ein geeignetes Ausbildungsprogramm und trainieren es entsprechend seinen Anlagen. In Fremdenverkehrsgebieten und Reithöfen führen sie auch Reitkurse und Reitausflüge durch.

Trend

Die folgenden Grafiken zeigen, wie sich die Bedeutung des Berufs in den kommenden Jahren aus jetziger Sicht entwickeln wird, und wie groß die Bedeutung aktuell ist (gemessen als Anteil am gesamten Inseratenaufkommen aller Berufe in Österreich oder dem ausgewählten Bundesland). Die Bedeutung kann dabei in Zukunft zurückgehen (negativer Trend), gleichbleiben oder steigen (positiver Trend). Gleichzeitig wird auch die Anzahl der Inserate des Vorjahres dargestellt, welche zu den Anteilen korrespondieren.

WICHTIG: Für Berufe mit einem hohen Anteil (siehe Grafik: Anteil an allen Inseraten) bedeutet auch ein tendenziell negativer Trend oder ein gleichbleibendes Inserateaufkommen (siehe Grafik: 3-Jahres Trend) durchaus gute Jobaussichten.

3-Jahres Trend (2024-2026)

tendenziell negativ

Anteil an allen Inseraten (2023)

0% - sehr geringer Anteil

Zahl der Inserate (2023)

37

Daten und Fakten

Die nachfolgenden Grafiken zeigen die Entwicklung des Inserateaufkommens in den vergangenen Jahren sowie nach Bundesländern und im Vergleich zu ähnlichen Berufen. Zudem werden auch Informationen zu den am Arbeitsmarkt nachgefragten Kompetenzen dargestellt: welche Kompetenzen werden in den Inseraten besonders häufig angegeben (durchschnittlicher Anteil der Jahre 2020 bis 2023 in %), beziehungsweise welche Kompetenzen haben am stärksten an Bedeutung gewonnen (Veränderung der Anteile im Jahresvergleich 2020/21 und 2022/23 in %-Punkten).

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