Arbeitsmarktentwicklung in Österreich
Die beruflichen Perspektiven im Bereich der Bildenden Kunst, insbesondere für Kulturschaffende wie BühnenbildnerInnen, KuratorInnen und GaleristInnen, hängen stark von individuellen Faktoren ab. Hierbei spielen spezifische Kompetenzen, persönliche Erfahrungen sowie besondere Talente und handwerkliche Fertigkeiten eine entscheidende Rolle. Diese kreativen Berufe erfordern nicht nur ein ausgeprägtes künstlerisches Gespür, sondern auch die Fähigkeit, kreative Ideen in die Praxis umzusetzen und sich flexibel an wechselnde Anforderungen anzupassen. Dabei sind sowohl technisches Know-how als auch ein tiefes Verständnis für kulturelle und ästhetische Zusammenhänge gefragt.
Der österreichische Arbeitsmarkt für Berufe im Bereich der Bildenden Kunst ist relativ klein und zeichnet sich durch eine hohe Konkurrenz sowie ein begrenztes Angebot an festen Stellen aus. Während in einigen spezialisierten Bereichen wie Museen, Kunstgalerien oder im Theater gelegentlich feste Positionen ausgeschrieben werden, erfolgt die Beschäftigung vieler Kulturschaffender häufig projektbasiert oder im Rahmen freiberuflicher Tätigkeiten. Viele Kunstschaffende sind darauf angewiesen, durch Eigeninitiative und ein starkes berufliches Netzwerk eigene Projekte zu realisieren oder sich Aufträge zu sichern. In diesem Zusammenhang sind Selbstvermarktung, ein professionelles Portfolio sowie der Aufbau eines persönlichen Netzwerks von großer Bedeutung.
Prognosen deuten darauf hin, dass die Bedeutung dieser Berufe am Arbeitsmarkt in den kommenden Jahren eher abnehmen könnte. Gründe hierfür sind unter anderem die oft unsichere Finanzlage vieler Kultureinrichtungen, begrenzte öffentliche Fördermittel sowie die steigende Konkurrenz durch digitale Medien und internationale Kunstmärkte. Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass Stelleninserate nur einen Teil der tatsächlichen Nachfrage nach Kulturschaffenden widerspiegeln. Viele Tätigkeiten in diesem Bereich werden nicht über klassische Jobbörsen vergeben, sondern entstehen durch persönliche Kontakte, Initiativbewerbungen oder im Rahmen von Ausschreibungen für spezifische Projekte. Insbesondere im Kunst- und Kulturbereich ist der Weg in die Selbstständigkeit oder Freiberuflichkeit für viele Fachkräfte eine naheliegende Option.
Innerhalb der Berufsobergruppe "Bildende Kunst, Fotografie" werden am häufigsten BerufsfotografInnen über Stelleninserate gesucht. Auch wenn der Arbeitsmarkt für FotografInnen ebenfalls vergleichsweise klein ist, bieten sich hier dennoch interessante Möglichkeiten für Fachkräfte mit dem passenden Qualifikationsprofil. Neben fundierten Kenntnissen in der Fotografie selbst sind zunehmend auch Fähigkeiten in der grafischen Gestaltung und Bildbearbeitung gefragt. Insbesondere der Umgang mit moderner Bildbearbeitungssoftware wie Adobe Photoshop, Lightroom oder ähnlichen Programmen ist für viele berufliche Tätigkeiten in diesem Bereich unerlässlich.
Trends, Daten und Fakten zum Beruf "BerufsfotografIn"
Berufsbeschreibung
Die wichtigsten Tätigkeiten von BerufsfotografInnen sind die Porträtfotografie, die Werbe- und Modefotografie, Fotoserien von öffentlichen und privaten Ereignissen sowie die Wissenschafts- und Industriefotografie. BerufsfotografInnen gestalten die Aufnahmen, die sie entweder im Studio, in Räumen oder im Freien anfertigen, durch Einsatz verschiedener Lichtverhältnisse und Beleuchtungen. Für die Aufnahmen verwenden sie unterschiedlichste Kameratypen und Objektive. Zu den Aufgaben der BerufsfotografInnen gehören weiters auch die elektronische Bildbearbeitung und Bildverarbeitung (Digitalfotografie), die Entwicklung von fotografischen Filmen (Analogfotografie) und die Anfertigung von Papierbildern im Labor. Besonders wichtig in diesem Beruf ist auch die fachkundige Beratung und Betreuung der KundInnen.
Trend
Die folgenden Grafiken zeigen, wie sich die Bedeutung des Berufs in den kommenden Jahren aus jetziger Sicht entwickeln wird, und wie groß die Bedeutung aktuell ist (gemessen als Anteil am gesamten Inseratenaufkommen aller Berufe in Österreich oder dem ausgewählten Bundesland). Die Bedeutung kann dabei in Zukunft zurückgehen (negativer Trend), gleichbleiben oder steigen (positiver Trend). Gleichzeitig wird auch die Anzahl der Inserate des Vorjahres dargestellt, welche zu den Anteilen korrespondieren.
WICHTIG: Für Berufe mit einem hohen Anteil (siehe Grafik: Anteil an allen Inseraten) bedeutet auch ein tendenziell negativer Trend oder ein gleichbleibendes Inserateaufkommen (siehe Grafik: 3-Jahres Trend) durchaus gute Jobaussichten.
Daten und Fakten
Die nachfolgenden Grafiken zeigen die Entwicklung des Inserateaufkommens in den vergangenen Jahren sowie nach Bundesländern und im Vergleich zu ähnlichen Berufen. Zudem werden auch Informationen zu den am Arbeitsmarkt nachgefragten Kompetenzen dargestellt: welche Kompetenzen werden in den Inseraten besonders häufig angegeben (durchschnittlicher Anteil der Jahre 2021 bis 2024 in %), beziehungsweise welche Kompetenzen haben am stärksten an Bedeutung gewonnen (Veränderung der Anteile im Jahresvergleich 2021/22 und 2023/24 in %-Punkten).
Datenquelle: Inserate aus dem Internet