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Printmedien, Neue Medien
Medien, Grafik, Design, Druck, Kunst, Kunsthandwerk

6.157 Inserate geschaltet (2024)
- 2.001 Inserate im Vergleich zum Vorjahr (2023 - 2024)

Arbeitsmarktentwicklung in Österreich

Die Berufe der Berufsobergruppe "Printmedien, Neue Medien" sind in den letzten Jahren durch den digitalen Wandel erheblich beeinflusst worden, die Medienlandschaft hat sich stark verändert. Während Printmedien stetig an Bedeutung verlieren, gewinnt der Onlinebereich an Bedeutung. Diese Entwicklung spiegelt sich besonders deutlich in der Werbebranche wider: Immer weniger Anzeigen werden in klassischen Printmedien geschaltet, was sich negativ auf die Einnahmen traditioneller Verlage und Publikationen auswirkt. Gleichzeitig verschieben sich Werbebudgets zunehmend in den digitalen Raum, wo Onlineformate wie Bannerwerbung, Social-Media-Kampagnen und Suchmaschinenmarketing florieren.

Veränderungen in der Mediennutzung führen auch zu veränderten Anforderungen an Fachkräfte in der Branche. Zwei zentrale Trends stechen dabei besonders hervor: Zum einen gewinnt der Fachjournalismus an Bedeutung. In einer Zeit, in der Informationen aus zahlreichen Quellen frei verfügbar sind, wächst der Bedarf an tiefgehender Expertise und gut recherchierten, spezialisierten Inhalten. Dies bietet Chancen für JournalistInnen, die sich in bestimmten Themenbereichen profilieren und Fachwissen einbringen können. Zum anderen bringt der technologische Fortschritt, insbesondere im Bereich der generativen Künstlichen Intelligenz, tiefgreifende Veränderungen mit sich. KI-Tools können inzwischen Texte erstellen, Bilder generieren und einfache journalistische Aufgaben automatisieren. Dies könnte langfristig die klassischen Tätigkeitsfelder im Journalismus und der Medienproduktion verändern und erfordert von Medienschaffenden eine zunehmende Bereitschaft, sich mit neuen Technologien auseinanderzusetzen.

Die Anforderungen im Bereich "Printmedien, Neue Medien" verschieben sich damit ebenfalls stark in Richtung digitaler Kompetenzen. Neben klassischem Schreibhandwerk sind Kenntnisse in Bereichen wie Programmierung, Softwareentwicklung, Grafik- und Webdesign, Bildbearbeitung, Multimedia sowie Marketing- und Kommunikationsstrategien gefragt. Medienschaffende müssen sich stetig weiterbilden, um mit den schnellen technologischen Entwicklungen Schritt zu halten und ihre beruflichen Chancen zu maximieren.

Innerhalb der Berufsobergruppe "Printmedien, Neue Medien" sind vor allem digitale Fachkräfte gefragt. Besonders WebentwicklerInnen, WebdesignerInnen und ContentmanagerInnen werden verstärkt gesucht. Sie sind maßgeblich daran beteiligt, professionelle und ansprechende Onlinepräsenzen zu gestalten und zu pflegen. Ihre Fähigkeiten werden nicht nur in Medienunternehmen benötigt, sondern branchenübergreifend, beispielsweise in Marketing- und Werbeagenturen, bei IT-Dienstleistern oder in großen Unternehmen. Die Berufsaussichten in diesen digitalen Bereichen sind vergleichsweise vielversprechend, da nahezu alle Branchen eine starke Onlinepräsenz benötigen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Allerdings wirkt sich die getrübte Wirtschaftslage negativ aus, da Budgets knapp sind. Im Gegensatz dazu sind die Aussichten im traditionellen Journalismus deutlich eingeschränkter. Viele JournalistInnen arbeiten freiberuflich oder projektbezogen, und nur wenige Stellen werden über klassische Stellenanzeigen vermittelt.

Ein weiteres Berufsfeld mit vergleichsweise guten Berufsaussichten sind Technische RedakteurInnen. Diese Fachkräfte sind darauf spezialisiert, komplexe technische Abläufe, Geräte oder Anlagen verständlich zu dokumentieren. Besonders im Maschinen- und Anlagenbau, der in Österreich stark vertreten ist, sowie in der Softwarebranche gibt es für Technische RedakteurInnen interessante Beschäftigungsmöglichkeiten. Gefragt ist dabei eine seltene Kombination aus technischem Verständnis, präzisen Schreibfähigkeiten und der Fähigkeit, komplexe Sachverhalte klar und verständlich aufzubereiten. Gerade in diesem Bereich ist jedoch mit einer verstärkten Nutzung von KI zu rechnen, die zentrale Aufgaben von Technischen RedakteurInnen übernehmen könnten.


Berufsbeschreibung

Webdesignerinnen und Webdesigner planen und gestalten das Aussehen, den Aufbau und die Benutzerführung unterschiedlichster Medien- und IT-Produkte im Internet. Dazu zählen z. B. Firmen-Websites, Portale von Online-Diensten, z. B. Suchmaschinen, Soziale Netzwerke, Online-Shops oder Foren. Dabei sind sie für die Oberflächengestaltung und die Umsetzung des Corporate Designs verantwortlich und verwenden je nach der speziellen Aufgabenstellung Text-, Ton-, Bild-, Video- und Steuerungselemente, z. B. Buttons. Sie halten Absprache mit den Kundinnen und Kunden und versuchen den besten Kompromiss zwischen deren Wünschen, den Ansprüchen der Nutzerinnen und Nutzer und der technischen Umsetzbarkeit zu finden. Dabei arbeiten sie auch oft mit Webentwicklerinnen und Webentwicklern zusammen, die sich mit der Programmierung der Anwendungen beschäftigen, während Webdesignerinnen und Webdesigner für die benutzerfreundliche Gestaltung zuständig sind.

Trend

Die folgenden Grafiken zeigen, wie sich die Bedeutung des Berufs in den kommenden Jahren aus jetziger Sicht entwickeln wird, und wie groß die Bedeutung aktuell ist (gemessen als Anteil am gesamten Inseratenaufkommen aller Berufe in Österreich oder dem ausgewählten Bundesland). Die Bedeutung kann dabei in Zukunft zurückgehen (negativer Trend), gleichbleiben oder steigen (positiver Trend). Gleichzeitig wird auch die Anzahl der Inserate des Vorjahres dargestellt, welche zu den Anteilen korrespondieren.

WICHTIG: Für Berufe mit einem hohen Anteil (siehe Grafik: Anteil an allen Inseraten) bedeutet auch ein tendenziell negativer Trend oder ein gleichbleibendes Inserateaufkommen (siehe Grafik: 3-Jahres Trend) durchaus gute Jobaussichten.

3-Jahres Trend (2025-2027)

negativ

Anteil an allen Inseraten (2024)

30% - geringer Anteil

Zahl der Inserate (2024)

1.065

Daten und Fakten

Die nachfolgenden Grafiken zeigen die Entwicklung des Inserateaufkommens in den vergangenen Jahren sowie nach Bundesländern und im Vergleich zu ähnlichen Berufen. Zudem werden auch Informationen zu den am Arbeitsmarkt nachgefragten Kompetenzen dargestellt: welche Kompetenzen werden in den Inseraten besonders häufig angegeben (durchschnittlicher Anteil der Jahre 2021 bis 2024 in %), beziehungsweise welche Kompetenzen haben am stärksten an Bedeutung gewonnen (Veränderung der Anteile im Jahresvergleich 2021/22 und 2023/24 in %-Punkten).

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