Arbeitsmarktentwicklung in Österreich
Die Berufsobergruppe "Rundfunk, Film und Fernsehen" umfasst verschiedene kreative und technische Berufe, doch Jobausschreibungen in diesem Bereich sind vergleichsweise selten. Am ehesten gefragt sind VeranstaltungstechnikerInnen sowie Film-, Bühnen- und Medienschaffende, wobei die jeweiligen Aufgabenbereiche und Anforderungen stark variieren können.
VeranstaltungstechnikerInnen spielen eine entscheidende Rolle bei der technischen Umsetzung von Events, Konzerten, Theateraufführungen und sonstigen Veranstaltungen. Sie sind für den Aufbau, die Betreuung und den Abbau von Bühnen sowie für die Installation und Steuerung von Ton- und Lichtanlagen verantwortlich. Dabei ist nicht nur handwerkliches Geschick gefragt, sondern auch fundiertes technisches Know-how in den Bereichen Ton-, Licht- und Bühnentechnik. Oftmals erwarten Arbeitgeber von VeranstaltungstechnikerInnen, dass sie komplexe technische Systeme bedienen können und mit modernster Veranstaltungstechnik vertraut sind. Ein weiterer häufiger Bestandteil von Stellenausschreibungen ist der Besitz eines Führerscheins, da der Transport von Equipment oder das Fahren von Veranstaltungstechnikfahrzeugen zum Arbeitsalltag gehören kann.
Für Film-, Bühnen- und Medienschaffende bieten sich vor allem in spezialisierten Unternehmen der Film- und Videoproduktion sowie beim Fernsehen, in Theatern und in Ton- und Musikstudios Beschäftigungsmöglichkeiten. Diese Berufsfelder zeichnen sich durch eine hohe Vielfalt an Tätigkeiten aus, die von Regie, Drehbuch und Kameraarbeit über Schnitt und Postproduktion bis hin zu Bühnenbild, Kostümdesign und Tontechnik reichen. Die Anforderungen an die Beschäftigten sind dementsprechend unterschiedlich und reichen von kreativen Fähigkeiten und gestalterischem Talent bis hin zu technischen Fertigkeiten und organisatorischem Geschick. Viele Fachkräfte in diesem Bereich arbeiten freiberuflich oder projektbezogen, was einerseits Flexibilität und Abwechslung bietet, andererseits jedoch auch ein hohes Maß an Eigeninitiative, Selbstvermarktung und unternehmerischem Denken erfordert. Zudem ist der Wettbewerb um Projekte und Aufträge in diesen kreativen Berufen traditionell sehr intensiv. Die Medien- und Unterhaltungsbranche erlebt derzeit einen tiefgreifenden Wandel durch technologische Entwicklungen. Insbesondere Methoden der Künstlichen Intelligenz (KI) und des Machine Learning halten zunehmend Einzug in die Film- und Medienproduktion. Für Medienschaffende bedeutet dies, dass sie bereit sein müssen, sich kontinuierlich weiterzubilden und neue Technologien in ihren Arbeitsalltag zu integrieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
Trends, Daten und Fakten
Trend
Die folgenden Grafiken zeigen, wie sich die Bedeutung des Berufs in den kommenden Jahren aus jetziger Sicht entwickeln wird, und wie groß die Bedeutung aktuell ist (gemessen als Anteil am gesamten Inseratenaufkommen aller Berufe in Österreich oder dem ausgewählten Bundesland). Die Bedeutung kann dabei in Zukunft zurückgehen (negativer Trend), gleichbleiben oder steigen (positiver Trend). Gleichzeitig wird auch die Anzahl der Inserate des Vorjahres dargestellt, welche zu den Anteilen korrespondieren.
WICHTIG: Für Berufe mit einem hohen Anteil (siehe Grafik: Anteil an allen Inseraten) bedeutet auch ein tendenziell negativer Trend oder ein gleichbleibendes Inserateaufkommen (siehe Grafik: 3-Jahres Trend) durchaus gute Jobaussichten.
Daten und Fakten
Die nachfolgenden Grafiken zeigen die Entwicklung des Inserateaufkommens in den vergangenen Jahren sowie nach Bundesländern und im Vergleich zu ähnlichen Berufen. Zudem werden auch Informationen zu den am Arbeitsmarkt nachgefragten Kompetenzen dargestellt: welche Kompetenzen werden in den Inseraten besonders häufig angegeben (durchschnittlicher Anteil der Jahre 2021 bis 2024 in %), beziehungsweise welche Kompetenzen haben am stärksten an Bedeutung gewonnen (Veränderung der Anteile im Jahresvergleich 2021/22 und 2023/24 in %-Punkten).
Datenquelle: Inserate aus dem Internet