Hausbetreuung, Liegenschaftsverwaltung
Reinigung, Hausbetreuung, Anlern- und Hilfsberufe

11.322 Inserate geschaltet (2025)
- 792 Inserate im Vergleich zum Vorjahr (2024 - 2025)

Arbeitsmarktentwicklung in Österreich

In der Berufsobergruppe "Hausbetreuung, Liegenschaftsverwaltung" wirken mehrere Entwicklungen gleichzeitig, die insgesamt zu einer stabilen Nachfrage nach Fachkräften führen. Einerseits steigt der Bedarf an Wohnraum in Österreich seit Jahren, besonders in städtischen Regionen. Immer mehr Menschen leben allein oder in kleinen Haushalten, wodurch zusätzliche Wohnungen benötigt werden. Mit der steigenden Zahl an Immobilien wächst auch der Bedarf an Verwaltung, Betreuung und Instandhaltung von Gebäuden, was die Bedeutung dieser Berufsgruppe erhöht.

Gleichzeitig verändert die fortschreitende Digitalisierung vor allem die Tätigkeiten in der Immobilienverwaltung und wirkt dem steigenden Personalbedarf teilweise entgegen. Digitale Anwendungen vereinfachen viele administrative Prozesse und erhöhen die Effizienz. Beispiele sind papierlose Wohnungsübergaben, digitale Mietvertragsverwaltung, automatisierte Heizungs- und Klimasteuerungen oder moderne Sicherheitssysteme. Auch die Koordination von Instandhaltungsarbeiten, Grünpflege, Gebäudereinigung oder Winterdienst erfolgt zunehmend über digitale Plattformen und Terminmanagement-Systeme (Kurz 2021). Dadurch verschieben sich Tätigkeitsprofile in Richtung Organisation, Kontrolle und Systembetreuung.

Im Gegensatz dazu bleiben viele praktische Aufgaben der Hausbetreuung nur begrenzt automatisierbar. Tätigkeiten wie Reinigung, Pflege und Wartung von Gebäuden, kleinere Reparaturen oder die persönliche Betreuung von BewohnerInnen erfordern weiterhin menschliche Arbeitskraft und soziale Kompetenzen. Aus diesem Grund bleibt die Nachfrage nach HausbesorgerInnen und HaushälterInnen insgesamt stabil, auch wenn einzelne Arbeitsabläufe technikunterstützt werden.

Die Kompetenzanforderungen in dieser Berufsobergruppe sind entsprechend vielfältig und unterscheiden sich je nach Tätigkeitsfeld. Handwerkliches Geschick, Organisationsfähigkeit sowie praktische Kenntnisse in Reinigung, Wartung und Haushaltsführung sind in vielen Positionen grundlegende Voraussetzungen. In der Liegenschaftsverwaltung gewinnen zusätzlich Kenntnisse im Gebäudemanagement, rechtliches Basiswissen zu Mietverhältnissen und der sichere Umgang mit branchenspezifischer Software an Bedeutung. Mit der zunehmenden Digitalisierung werden grundlegende EDV-Kenntnisse und die Fähigkeit, digitale Plattformen effizient zu nutzen, zu einem zentralen Bestandteil des Anforderungsprofils.


Berufsbeschreibung

HaushälterInnen sind für die Organisation und Durchführung sämtlicher anfallenden Tätigkeiten im Haushalt ihrer DienstgeberInnen zuständig, v. a. in privaten Haushalten. Je nach Anforderungen der DienstgeberInnen gehören hierzu u. a. die Reinigung des gesamten Hauses, das Wäschewaschen und -bügeln sowie die Garten- und Pflanzenpflege. HaushälterInnen kaufen auch Lebensmittel ein, erstellen Speisepläne und kochen. Außerdem beaufsichtigen sie Kinder und versorgen Haustiere.

Trend

Die folgenden Grafiken zeigen, wie sich die Bedeutung des Berufs in den kommenden Jahren aus jetziger Sicht entwickeln wird, und wie groß die Bedeutung aktuell ist (gemessen als Anteil am gesamten Inseratenaufkommen aller Berufe in Österreich oder dem ausgewählten Bundesland). Die Bedeutung kann dabei in Zukunft zurückgehen (negativer Trend), gleichbleiben oder steigen (positiver Trend). Gleichzeitig wird auch die Anzahl der Inserate des Vorjahres dargestellt, welche zu den Anteilen korrespondieren.

WICHTIG: Für Berufe mit einem hohen Anteil (siehe Grafik: Anteil an allen Inseraten) bedeutet auch ein tendenziell negativer Trend oder ein gleichbleibendes Inserateaufkommen (siehe Grafik: 3-Jahres Trend) durchaus gute Jobaussichten.

3-Jahres Trend (2026-2028)

tendenziell negativ

Anteil an allen Inseraten (2025)

50% - mittlerer Anteil

Zahl der Inserate (2025)

487

Daten und Fakten

Die nachfolgenden Grafiken zeigen die Entwicklung des Inserateaufkommens in den vergangenen Jahren sowie nach Bundesländern und im Vergleich zu ähnlichen Berufen. Zudem werden auch Informationen zu den am Arbeitsmarkt nachgefragten Kompetenzen dargestellt: welche Kompetenzen werden in den Inseraten besonders häufig angegeben (durchschnittlicher Anteil der Jahre 2022 bis 2025 in %), beziehungsweise welche Kompetenzen haben am stärksten an Bedeutung gewonnen (Veränderung der Anteile im Jahresvergleich 2022/23 und 2024/25 in %-Punkten).

Kartenansicht

Diese Karte zeigt die regionale Verteilung der Arbeitskräftenachfrage nach Berufsuntergruppen.

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