Arbeitsmarktentwicklung in Österreich
Die Berufsaussichten für Gesundheits- und KrankenpflegerInnen, PflegefachassistentInnen und PflegeassistentInnen in Österreich sind sehr gut. In den kommenden Jahren wird weiterhin ein hoher Bedarf prognostiziert, da der Pflegebereich bereits jetzt unter einem erheblichen Fachkräftemangel leidet. Diese Entwicklung wird durch den demografischen Wandel und die steigende Nachfrage nach Gesundheitsdienstleistungen weiter verstärkt. Die zunehmende Alterung der Bevölkerung sowie die Fortschritte in der Medizin führen dazu, dass immer mehr Menschen über einen längeren Zeitraum pflegebedürftig sind. Gleichzeitig nimmt das Potenzial für informelle, häusliche Pflege ab, da immer mehr Angehörige berufstätig sind. Infolgedessen wächst sowohl die Nachfrage nach stationären Pflegeangeboten als auch nach mobilen Pflegediensten.
Deutlich geringer ist der Bedarf an Hebammen. Laut einer Bedarfsprognose des IHS wird bis 2030 eine Versorgungslücke von über 120 Hebammen erwartet, sofern die Teilzeitarbeit weiter zunimmt. Bleibt die Teilzeitquote hingegen konstant, geht die Studie von keiner zusätzlichen Nachfrage aus (Riedel et al. 2020).
In Stellenausschreibungen für Pflegeberufe werden insbesondere fachspezifische Kompetenzen in Gesundheits- und Krankenpflege sowie fundierte medizinische Kenntnisse gefordert. Teamfähigkeit spielt ebenfalls eine zentrale Rolle, da Pflegekräfte häufig in interdisziplinären Teams arbeiten. Für Tätigkeiten in der mobilen Gesundheits- und Krankenpflege ist zudem ein Führerschein oft eine zwingende Voraussetzung.
Die steigende Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften in diesem Bereich bietet nicht nur hohe Jobsicherheit, sondern auch vielfältige berufliche Entwicklungsmöglichkeiten in einem gesellschaftlich essenziellen Berufsfeld.
Trends, Daten und Fakten
Trend
Die folgenden Grafiken zeigen, wie sich die Bedeutung des Berufs in den kommenden Jahren aus jetziger Sicht entwickeln wird, und wie groß die Bedeutung aktuell ist (gemessen als Anteil am gesamten Inseratenaufkommen aller Berufe in Österreich oder dem ausgewählten Bundesland). Die Bedeutung kann dabei in Zukunft zurückgehen (negativer Trend), gleichbleiben oder steigen (positiver Trend). Gleichzeitig wird auch die Anzahl der Inserate des Vorjahres dargestellt, welche zu den Anteilen korrespondieren.
WICHTIG: Für Berufe mit einem hohen Anteil (siehe Grafik: Anteil an allen Inseraten) bedeutet auch ein tendenziell negativer Trend oder ein gleichbleibendes Inserateaufkommen (siehe Grafik: 3-Jahres Trend) durchaus gute Jobaussichten.
Daten und Fakten
Die nachfolgenden Grafiken zeigen die Entwicklung des Inserateaufkommens in den vergangenen Jahren sowie nach Bundesländern und im Vergleich zu ähnlichen Berufen. Zudem werden auch Informationen zu den am Arbeitsmarkt nachgefragten Kompetenzen dargestellt: welche Kompetenzen werden in den Inseraten besonders häufig angegeben (durchschnittlicher Anteil der Jahre 2021 bis 2024 in %), beziehungsweise welche Kompetenzen haben am stärksten an Bedeutung gewonnen (Veränderung der Anteile im Jahresvergleich 2021/22 und 2023/24 in %-Punkten).
Datenquelle: Inserate aus dem Internet