Gesundheits- und Krankenpflege, Hebammen
Soziales, Gesundheit, Schönheitspflege

27.205 Inserate geschaltet (2025)
- 3.165 Inserate im Vergleich zum Vorjahr (2024 - 2025)

Arbeitsmarktentwicklung in Österreich

Die Berufsaussichten für Gesundheits- und KrankenpflegerInnen, PflegefachassistentInnen und PflegeassistentInnen sind in Österreich sehr gut. Für die kommenden Jahre wird ein anhaltend hoher Personalbedarf erwartet, da der Pflegebereich bereits heute von einem ausgeprägten Fachkräftemangel geprägt ist. Wesentliche Treiber sind der demografische Wandel, die steigende Lebenserwartung und der wachsende Bedarf an Gesundheits- und Betreuungsleistungen (Wegscheider-Protsch & Ziegler 2024). Medizinische Fortschritte führen dazu, dass Menschen länger leben, jedoch oft über einen längeren Zeitraum Unterstützung oder Pflege benötigen. Gleichzeitig sinkt das Potenzial für informelle Pflege im familiären Umfeld, da mehr Angehörige erwerbstätig sind. Dadurch wächst sowohl die Nachfrage nach stationären Pflegeeinrichtungen als auch nach mobilen Pflege- und Betreuungsdiensten.

Anders stellt sich die Situation im Bereich der Geburtshilfe dar. Der konkrete Bedarf an Hebammen hängt stark von Arbeitszeitmodellen ab. Laut einer Bedarfsprognose des IHS wird bis 2030 eine Versorgungslücke erwartet, sofern der Anteil an Teilzeitbeschäftigung weiter steigt (Riedel et al. 2020). Die Berufsaussichten für Hebammen sind jedoch gut, in einigen Bundesländern wie Wien oder Vorarlberg herrscht schon jetzt ein deutlicher Mangel.

In Stellenausschreibungen für Pflegeberufe werden vor allem fundierte fachliche Kompetenzen in der Gesundheits- und Krankenpflege sowie medizinisches Basiswissen gefordert. Ebenso wichtig sind Teamfähigkeit und Kommunikationsstärke, da Pflegekräfte regelmäßig in multiprofessionellen Teams mit ÄrztInnen, TherapeutInnen und Sozialdiensten zusammenarbeiten. Für Tätigkeiten im mobilen Bereich ist Mobilität häufig Voraussetzung, weshalb ein Führerschein vielfach als formales Kriterium genannt wird.


Berufsbeschreibung

Dipl. Gesundheits- und Krankenpflegerinnen und Dipl. Gesundheits- und Krankenpfleger betreuen und pflegen Patientinnen und Patienten mit körperlichen und psychischen Erkrankungen. Generell sind sie für die Planung, Organisation und Durchführung aller pflegerischen Maßnahmen zuständig. Dabei dokumentieren sie Krankheitsverläufe, erheben Pflegebedürfnisse, erstellen die Pflegeplanung und führen diese durch. Sie wirken u. a. auch bei der Therapie mit, verabreichen Medikamente, Infusionen und Injektionen, führen Blutabnahmen und einfache labor-chemische Befunderhebungen durch, messen Fieber, Puls und Blutdruck und schreiben EKG. Zusätzlich beschäftigen sie sich mit Organisations- und Verwaltungsaufgaben. Dipl. Gesundheits- und Krankenpflegerinnen und Dipl. Gesundheits- und Krankenpfleger sind auch im Bereich der Gesundheitsförderung tätig und arbeiten häufig mit Angehörigen anderer Gesundheitsberufe zusammen. So werden etwa gemeinsam mit Ärztinnen/Ärzten diagnostische und therapeutische Maßnahmen erarbeitet.

Trend

Die folgenden Grafiken zeigen, wie sich die Bedeutung des Berufs in den kommenden Jahren aus jetziger Sicht entwickeln wird, und wie groß die Bedeutung aktuell ist (gemessen als Anteil am gesamten Inseratenaufkommen aller Berufe in Österreich oder dem ausgewählten Bundesland). Die Bedeutung kann dabei in Zukunft zurückgehen (negativer Trend), gleichbleiben oder steigen (positiver Trend). Gleichzeitig wird auch die Anzahl der Inserate des Vorjahres dargestellt, welche zu den Anteilen korrespondieren.

WICHTIG: Für Berufe mit einem hohen Anteil (siehe Grafik: Anteil an allen Inseraten) bedeutet auch ein tendenziell negativer Trend oder ein gleichbleibendes Inserateaufkommen (siehe Grafik: 3-Jahres Trend) durchaus gute Jobaussichten.

3-Jahres Trend (2026-2028)

tendenziell positiv

Anteil an allen Inseraten (2025)

74% - hoher Anteil

Zahl der Inserate (2025)

16.792

Daten und Fakten

Die nachfolgenden Grafiken zeigen die Entwicklung des Inserateaufkommens in den vergangenen Jahren sowie nach Bundesländern und im Vergleich zu ähnlichen Berufen. Zudem werden auch Informationen zu den am Arbeitsmarkt nachgefragten Kompetenzen dargestellt: welche Kompetenzen werden in den Inseraten besonders häufig angegeben (durchschnittlicher Anteil der Jahre 2022 bis 2025 in %), beziehungsweise welche Kompetenzen haben am stärksten an Bedeutung gewonnen (Veränderung der Anteile im Jahresvergleich 2022/23 und 2024/25 in %-Punkten).

Kartenansicht

Diese Karte zeigt die regionale Verteilung der Arbeitskräftenachfrage nach Berufsuntergruppen.

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