Arbeitsmarktentwicklung in Österreich
Die Berufsobergruppe "Medizinische Assistenzberufe, Sanitätsberufe, Massage" umfasst ein breites Spektrum an Tätigkeiten. Besonders häufig werden Ordinations- und ZahnarztassistentInnen sowie MasseurInnen in Stellenanzeigen gesucht. Prognosen gehen davon aus, dass die Nachfrage nach medizinischen Dienstleistungen in den kommenden Jahren weiter steigen wird – insbesondere aufgrund des demografischen Wandels und des damit verbundenen generellen Beschäftigungswachstums im Gesundheits- und Sozialwesen (Alteneder et al. 2024b). Daher sind die Berufsaussichten in diesem Bereich grundsätzlich positiv.
Allerdings wird die Entwicklung in den medizinischen Assistenzberufen von mehreren Faktoren beeinflusst. So könnten Schwierigkeiten bei der Besetzung ärztlicher Planstellen die Nachfrage nach Assistenzkräften verringern, was die enge Verflechtung dieser Berufsgruppe mit dem Gesundheitssystem verdeutlicht. Im Gegensatz dazu wird der Bedarf an gewerblichen MasseurInnen in erster Linie durch ein wachsendes Gesundheitsbewusstsein und die alternde Bevölkerung angetrieben.
Die Kompetenzanforderungen innerhalb dieser Berufsgruppe variieren je nach Tätigkeit erheblich. Grundsätzlich gefragt sind medizinische Fachkenntnisse in Kombination mit organisatorischen und administrativen Fähigkeiten. Darüber hinaus gewinnen soziale Kompetenzen wie Teamfähigkeit und Kommunikationsgeschick zunehmend an Bedeutung, da sie für eine reibungslose Zusammenarbeit im Team und eine professionelle Patientenbetreuung essenziell sind.
Trends, Daten und Fakten zum Beruf "LaborassistentIn in der Medizin"
Berufsbeschreibung
Laborassistenten und Laborassistentinnen in der Medizin unterstützen ÄrztInnen und Biomedizinische AnalytikerInnen bei der Vorbereitung und Durchführung von Laboruntersuchungen. Zur Gewinnung des Untersuchungsmaterials nehmen sie z. B. PatientInnen Blut ab oder legen Nährböden für Pilz- und Bakterienkulturen an. Einfache automatisierte und manuelle Analysen so genannter "Routineparameter", z. B. Blut- und Harnwerte, führen sie selbst durch. Sie bereiten die Proben sowie die Geräte und Reagenzien für die Analyse vor und reinigen und desinfizieren diese nach der Verwendung. Zu den Aufgaben von Laborassistenten und Laborassistentinnen in der Medizin zählen weiters die Beschriftung, Protokollierung und Archivierung bzw. Entsorgung der Proben sowie die Dokumentation der Analyseergebnisse. Außerdem kontrollieren sie die Vollständigkeit des Chemikalienlagers, verwalten Gewebeproben für die mikroskopische Untersuchung und sind für die Hygiene ihres Arbeitsbereichs sowie der Arbeitsmittel zuständig.
Trend
Die folgenden Grafiken zeigen, wie sich die Bedeutung des Berufs in den kommenden Jahren aus jetziger Sicht entwickeln wird, und wie groß die Bedeutung aktuell ist (gemessen als Anteil am gesamten Inseratenaufkommen aller Berufe in Österreich oder dem ausgewählten Bundesland). Die Bedeutung kann dabei in Zukunft zurückgehen (negativer Trend), gleichbleiben oder steigen (positiver Trend). Gleichzeitig wird auch die Anzahl der Inserate des Vorjahres dargestellt, welche zu den Anteilen korrespondieren.
WICHTIG: Für Berufe mit einem hohen Anteil (siehe Grafik: Anteil an allen Inseraten) bedeutet auch ein tendenziell negativer Trend oder ein gleichbleibendes Inserateaufkommen (siehe Grafik: 3-Jahres Trend) durchaus gute Jobaussichten.
Daten und Fakten
Die nachfolgenden Grafiken zeigen die Entwicklung des Inserateaufkommens in den vergangenen Jahren sowie nach Bundesländern und im Vergleich zu ähnlichen Berufen. Zudem werden auch Informationen zu den am Arbeitsmarkt nachgefragten Kompetenzen dargestellt: welche Kompetenzen werden in den Inseraten besonders häufig angegeben (durchschnittlicher Anteil der Jahre 2021 bis 2024 in %), beziehungsweise welche Kompetenzen haben am stärksten an Bedeutung gewonnen (Veränderung der Anteile im Jahresvergleich 2021/22 und 2023/24 in %-Punkten).
Datenquelle: Inserate aus dem Internet