Arbeitsmarktentwicklung in Österreich
In der Berufsobergruppe "Schönheitspflege, Kosmetik" entfällt mehr als die Hälfte der Stellenausschreibungen auf FriseurInnen und StylistInnen. Danach folgen FußpflegerInnen und KosmetikerInnen. Deutlich seltener werden FingernageldesignerInnen gesucht, während MaskenbildnerInnen nur vereinzelt über klassische Stellenanzeigen Anstellungen finden. In diesem Berufsfeld spielen praktische Erfahrung, Stammkundschaft und persönliche Netzwerke eine wesentliche Rolle für die berufliche Entwicklung.
Wie viele personenbezogene Dienstleistungen ist auch die Schönheitspflege und Kosmetik stark personalintensiv. Daraus ergibt sich grundsätzlich eine stabile Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften. Gleichzeitig stehen Betriebe unter wirtschaftlichem Druck, insbesondere durch steigende Lohn- und Betriebskosten. Trotz dieser Herausforderungen wird für die kommenden Jahre insgesamt von einer positiven, wenn auch moderaten Entwicklung ausgegangen (Burstedde & Tiedemann 2025).
Die Anforderungen an Fachkräfte in diesem Bereich sind breit gefächert. Neben handwerklichem Geschick, fundierten Kenntnissen in Körper-, Haut- und Haarpflege sowie branchenspezifischen Produkt- und Materialkenntnissen gewinnen Zusatzkompetenzen zunehmend an Bedeutung. Dazu zählen insbesondere Verkaufsfähigkeiten und professionelles, serviceorientiertes Auftreten.
Trends, Daten und Fakten zum Beruf "FriseurIn und StylistIn"
Berufsbeschreibung
Die wichtigste Aufgabe von Friseure/Friseurinnen und Stylisten/Stylistinnen ist die Haarpflege (Haare waschen, schneiden, färben, Frisurengestaltung). Weiters arbeiten sie im Bereich der dekorativen Kosmetik (Auftragen von Make-up, Hautpflege, Färben und Formen von Augenbrauen und Wimpern) und im Bereich der Fingernagelpflege (Nageldesign). Bei männlichen Kunden kommt noch die Bartpflege dazu (Rasieren, Bartgestaltung, Färben). Einige spezialisierte Unternehmen stellen noch Perücken her, Pflege und Schnitt von Perücken wird von FriseurInnen (StylistInnen) vorgenommen. Ebenso bereiten sie Haarteile vor, die sie dann in das Haar der KundInnen einarbeiten.
Trend
Die folgenden Grafiken zeigen, wie sich die Bedeutung des Berufs in den kommenden Jahren aus jetziger Sicht entwickeln wird, und wie groß die Bedeutung aktuell ist (gemessen als Anteil am gesamten Inseratenaufkommen aller Berufe in Österreich oder dem ausgewählten Bundesland). Die Bedeutung kann dabei in Zukunft zurückgehen (negativer Trend), gleichbleiben oder steigen (positiver Trend). Gleichzeitig wird auch die Anzahl der Inserate des Vorjahres dargestellt, welche zu den Anteilen korrespondieren.
WICHTIG: Für Berufe mit einem hohen Anteil (siehe Grafik: Anteil an allen Inseraten) bedeutet auch ein tendenziell negativer Trend oder ein gleichbleibendes Inserateaufkommen (siehe Grafik: 3-Jahres Trend) durchaus gute Jobaussichten.
Daten und Fakten
Die nachfolgenden Grafiken zeigen die Entwicklung des Inserateaufkommens in den vergangenen Jahren sowie nach Bundesländern und im Vergleich zu ähnlichen Berufen. Zudem werden auch Informationen zu den am Arbeitsmarkt nachgefragten Kompetenzen dargestellt: welche Kompetenzen werden in den Inseraten besonders häufig angegeben (durchschnittlicher Anteil der Jahre 2022 bis 2025 in %), beziehungsweise welche Kompetenzen haben am stärksten an Bedeutung gewonnen (Veränderung der Anteile im Jahresvergleich 2022/23 und 2024/25 in %-Punkten).
Kartenansicht
Diese Karte zeigt die regionale Verteilung der Arbeitskräftenachfrage nach Berufsuntergruppen.Datenquelle: Inserate aus dem Internet