Ledererzeugung und -verarbeitung
Textil, Bekleidung, Mode, Leder

548 Inserate geschaltet (2025)
- 59 Inserate im Vergleich zum Vorjahr (2024 - 2025)

Arbeitsmarktentwicklung in Österreich

In Österreich gibt es nur wenige Stellenangebote in der Berufsobergruppe "Ledererzeugung und -verarbeitung". Am meisten Stellenausschreibungen entfallen auf den Beruf der SchuhmacherInnen.

Die Beschäftigtenzahlen in der Ledererzeugung und -verarbeitung sind in den vergangenen Jahrzehnten deutlich zurückgegangen (Horvath et al. 2024). Hauptursache ist die internationale Verlagerung von Produktionsstandorten in Länder mit niedrigeren Herstellungskosten.

Die verbleibende Produktion in Österreich konzentriert sich vor allem auf hochwertige und spezialisierte Nischen, etwa maßgefertigte, rahmengenähte oder orthopädische Schuhe. Darüber hinaus bestehen punktuelle Zulieferbeziehungen zu anderen Branchen, beispielsweise zur Automobilindustrie, insbesondere im Bereich innovativer oder nachhaltiger Kunstledermaterialien. Insgesamt steht die Branche vor der Herausforderung, traditionelle handwerkliche Fertigkeiten mit den Anforderungen individualisierter und technologisch weiterentwickelter Produkte zu verbinden. Für die Berufsobergruppe insgesamt ist jedoch weiterhin von einem rückläufigen Bedeutungsniveau auszugehen.

Die nachgefragten Kompetenzen spiegeln diese Spezialisierung wider. Neben grundlegendem Wissen über Materialien, Werkstoffe und Verarbeitungstechniken ist handwerkliches Geschick eine zentrale Voraussetzung. Ergänzend werden in Stellenanzeigen häufig Kundenorientierung, Verkaufskompetenzen sowie – je nach Einsatzbereich – Mobilität in Form eines Führerscheins genannt.


Berufsbeschreibung

LederverarbeiterInnen fertigen und reparieren, je nach beruflicher Ausrichtung, ganz unterschiedliche Artikel aus Leder. Darunter fallen Groblederwaren wie Bälle, Matten, Pferdegeschirr, Hundeleinen, technische Lederartikel (z.B. Treibriemen, Haltegriffe) und grobe Taschen (SattlerIn und RiemerIn) ebenso wie feinere Lederwaren wie Taschen, Dokumentenmappen, Handtaschen und Koffer (LedergalanteriewarenerzeugerIn, TaschnerIn) sowie Sport- und Trachtenbekleidung aus Leder (SäcklerIn).

Trend

Die folgenden Grafiken zeigen, wie sich die Bedeutung des Berufs in den kommenden Jahren aus jetziger Sicht entwickeln wird, und wie groß die Bedeutung aktuell ist (gemessen als Anteil am gesamten Inseratenaufkommen aller Berufe in Österreich oder dem ausgewählten Bundesland). Die Bedeutung kann dabei in Zukunft zurückgehen (negativer Trend), gleichbleiben oder steigen (positiver Trend). Gleichzeitig wird auch die Anzahl der Inserate des Vorjahres dargestellt, welche zu den Anteilen korrespondieren.

WICHTIG: Für Berufe mit einem hohen Anteil (siehe Grafik: Anteil an allen Inseraten) bedeutet auch ein tendenziell negativer Trend oder ein gleichbleibendes Inserateaufkommen (siehe Grafik: 3-Jahres Trend) durchaus gute Jobaussichten.

3-Jahres Trend (2026-2028)

negativ

Anteil an allen Inseraten (2025)

0% - sehr geringer Anteil

Zahl der Inserate (2025)

170

Daten und Fakten

Die nachfolgenden Grafiken zeigen die Entwicklung des Inserateaufkommens in den vergangenen Jahren sowie nach Bundesländern und im Vergleich zu ähnlichen Berufen. Zudem werden auch Informationen zu den am Arbeitsmarkt nachgefragten Kompetenzen dargestellt: welche Kompetenzen werden in den Inseraten besonders häufig angegeben (durchschnittlicher Anteil der Jahre 2022 bis 2025 in %), beziehungsweise welche Kompetenzen haben am stärksten an Bedeutung gewonnen (Veränderung der Anteile im Jahresvergleich 2022/23 und 2024/25 in %-Punkten).

Kartenansicht

Diese Karte zeigt die regionale Verteilung der Arbeitskräftenachfrage nach Berufsuntergruppen.

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