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Anlern- und Hilfsberufe Tourismus, Gastgewerbe, Freizeit
Tourismus, Gastgewerbe, Freizeit

65.445 Inserate geschaltet (2022)
+ 13.456 Inserate im Vergleich zum Vorjahr (2021 - 2022)

Arbeitsmarktentwicklung in Österreich

Anlern- und Hilfsberufe im Bereich Tourismus, Gastgewerbe und in der Freizeitwirtschaft werden traditionell häufig von angelernten/unqualifizierten sowie ausländischen Beschäftigten ausgeübt (Wolf 2019). Sie dienen oftmals als Einstieg in den österreichischen Arbeitsmarkt und auch als Sprungbrett in andere Berufe. Häufig herrschen prekäre Beschäftigungsbedingungen vor - eine hohe Teilzeitquote, Saisonalität und eine räumliche sowie zeitliche Flexibilität sind hier zu nennen (Wolf 2019, Wöhl & Ziegler 2021).

Heute befindet sich der Tourismus - nach dem Ende der pandemiebedingten Einschränkungen - im Umbruch. Die Nachfrageentwicklung wird immer zuversichtlicher eingeschätzt, auch im Hinblick auf die künftige Geschäftslage sowie die Beschäftigungsentwicklung werden die Einschätzungen zunehmend optimistischer (Hölzl et al. 2023). Die zentrale Herausforderung ist der vorherrschende Arbeitskräftemangel - immer mehr Stellen können nicht besetzt werden, insbesondere in der Gastronomie. Die Unternehmen müssen umdenken, da der Arbeitsmarkt immer mehr ein "Arbeitnehmermarkt" wird. Die Rahmenbedingungen ändern sich, die Jobs im Tourismus werden zumindest zum Teil attraktiver; etwa halten verstärkt eine Fünftagewoche, fixe und gleichbleibende Arbeitszeiten und ganzjährige Anstellungen Einzug. Gewisse Automatisierungsmöglichkeiten sind gegeben, die - wo möglich - auch genutzt werden, wobei der österreichische Tourismus traditionell von Familienbetrieben geprägt ist. Automatisierung ist immer mit Investitionen verbunden - es ist fraglich, ob flächendeckend genügend Kapital hierfür vorhanden ist, zudem müssen sich diese Investitionen erst amortisieren.

Die Fähigkeiten und Fertigkeiten, die verlangt werden, um in touristischen Anlern- und Hilfsberufen tätig zu sein, überraschen wenig: Reinigung, Reinlichkeit, Kochkenntnisse, Branchenkenntnisse und Servieren führen die Liste an. Ein gewisser struktureller Wandel lässt sich aus der Veränderung der Kompetenzen ableiten und deutet darauf hin, dass auch in dieser Berufsgruppe ein Trend zur Höherqualifizierung eingesetzt hat.

Insgesamt sind die Berufsaussichten gut, es wird von einer gleichbleibenden Entwicklung auf sehr hohem Niveau ausgegangen. Regional gibt es erhebliche Unterschiede: In vielen Regionen, gerade im Westen Österreichs, zählen Tourismusbetriebe zu den wichtigsten Arbeitgebern.


Berufsbeschreibung

Küchenhilfskräfte sind in gastgewerblichen Betrieben für die Reinigung des Geschirrs und Bestecks sowie für Hilfstätigkeiten bei der Zubereitung von Speisen (z.B. Waschen und Schälen von Lebensmittel, Überwachung der Koch- bzw. Backzeiten, Teigzubereitung etc.) zuständig.

Trend

Die folgenden Grafiken zeigen, wie sich die Bedeutung des Berufs in den kommenden Jahren aus jetziger Sicht entwickeln wird, und wie groß die Bedeutung aktuell ist (gemessen als Anteil am gesamten Inseratenaufkommen aller Berufe in Österreich oder dem ausgewählten Bundesland). Die Bedeutung kann dabei in Zukunft zurückgehen (negativer Trend), gleichbleiben oder steigen (positiver Trend). Gleichzeitig wird auch die Anzahl der Inserate des Vorjahres dargestellt, welche zu den Anteilen korrespondieren.

WICHTIG: Für Berufe mit einem hohen Anteil (siehe Grafik: Anteil an allen Inseraten) bedeutet auch ein tendenziell negativer Trend oder ein gleichbleibendes Inserateaufkommen (siehe Grafik: 3-Jahres Trend) durchaus gute Jobaussichten.

3-Jahres Trend (2023-2025)

tendenziell positiv

Anteil an allen Inseraten (2022)

95% - sehr hoher Anteil

Zahl der Inserate (2022)

30.897

Daten und Fakten

Die nachfolgenden Grafiken zeigen die Entwicklung des Inserateaufkommens in den vergangenen Jahren sowie nach Bundesländern und im Vergleich zu ähnlichen Berufen. Zudem werden auch Informationen zu den am Arbeitsmarkt nachgefragten Kompetenzen dargestellt: welche Kompetenzen werden in den Inseraten besonders häufig angegeben (durchschnittlicher Anteil der Jahre 2020 bis 2022 in %), beziehungsweise welche Kompetenzen haben am stärksten an Bedeutung gewonnen (Veränderung der Anteile im Jahresvergleich 2020 und 2022 in %-Punkten).

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