Arbeitsmarktentwicklung in Österreich
Die Berufsobergruppe "Umweltconsulting, -forschung und -pädagogik" umfasst eine Reihe spezialisierter Tätigkeiten, darunter AgrarberaterIn, ÖkologIn, UmweltberaterIn, Umwelt- und NachhaltigkeitsmanagerIn sowie Umweltpädagoge/-pädagogin. Insgesamt ist die Zahl der Stellenausschreibungen in diesen Berufsfeldern am österreichischen Arbeitsmarkt vergleichsweise gering, was auf einen stark spezialisierten und teilweise projektbasierten Arbeitsmarkt hinweist.
Beschäftigte in dieser Berufsobergruppe arbeiten überwiegend daran, negative Umweltauswirkungen in Betrieben, Haushalten oder öffentlichen Einrichtungen zu vermeiden oder zu reduzieren. Entsprechend breit sind die fachlichen Anforderungen: Neben umwelttechnischen, juristischen und betriebswirtschaftlichen Kenntnissen werden in Stellenausschreibungen insbesondere Kompetenzen im Qualitäts-, Projekt- und Stakeholder-Management nachgefragt. Die Tätigkeiten sind häufig an Schnittstellen zwischen Fachabteilungen, Verwaltung und Öffentlichkeit angesiedelt und erfordern daher ein hohes Maß an Koordinations- und Kommunikationsfähigkeit.
Eine besondere Rolle nehmen AgrarberaterInnen ein, die vor allem in der landwirtschaftlichen Beratung tätig sind. Sie unterstützen Betriebe bei der Einführung neuer Technologien und Bewirtschaftungsmethoden, etwa durch die Optimierung der Flächenzonierung oder die Durchführung von Boden- und Nährstoffanalysen. Darüber hinaus begleiten sie landwirtschaftliche Betriebe bei der Anpassung ihrer Produktionsprozesse an sich laufend verändernde rechtliche Rahmenbedingungen und gesellschaftliche Erwartungen, insbesondere im Bereich Umwelt- und Nachhaltigkeitsanforderungen. Arbeitsmarktlich handelt es sich dabei um ein klar abgegrenztes Nischensegment.
Am häufigsten nachgefragt in Stellenanzeigen werden allerdings Umwelt- und NachhaltigkeitsmanagerInnen, die daran arbeiten, dass Institutionen ihre negativen Umweltauswirkungen minimieren, gesetzliche Anforderungen einhalten und ihr Engagement für Umweltschutz und Nachhaltigkeit sichtbar machen. Durch das Inkrafttreten erweiterter nachhaltigkeitsspezifischer Berichtspflichten 2027 für große Unternehmen kommt es hier aktuell zu einem erhöhten Bedarf (WKOÖ 2025).
Trends, Daten und Fakten zum Beruf "Ökologe/Ökologin"
Berufsbeschreibung
ÖkologInnen beschäftigen sich mit den Wechselbeziehungen zwischen Pflanzen, Tieren, Menschen und Mikroorganismen. Sie untersuchen die Folgen menschlicher Eingriffe in das System Natur, versuchen die Auswirkungen der Eingriffe abzuschätzen und erarbeiten Maßnahmen zur Verhinderung negativer Umweltauswirkungen.
Trend
Die folgenden Grafiken zeigen, wie sich die Bedeutung des Berufs in den kommenden Jahren aus jetziger Sicht entwickeln wird, und wie groß die Bedeutung aktuell ist (gemessen als Anteil am gesamten Inseratenaufkommen aller Berufe in Österreich oder dem ausgewählten Bundesland). Die Bedeutung kann dabei in Zukunft zurückgehen (negativer Trend), gleichbleiben oder steigen (positiver Trend). Gleichzeitig wird auch die Anzahl der Inserate des Vorjahres dargestellt, welche zu den Anteilen korrespondieren.
WICHTIG: Für Berufe mit einem hohen Anteil (siehe Grafik: Anteil an allen Inseraten) bedeutet auch ein tendenziell negativer Trend oder ein gleichbleibendes Inserateaufkommen (siehe Grafik: 3-Jahres Trend) durchaus gute Jobaussichten.
Daten und Fakten
Die nachfolgenden Grafiken zeigen die Entwicklung des Inserateaufkommens in den vergangenen Jahren sowie nach Bundesländern und im Vergleich zu ähnlichen Berufen. Zudem werden auch Informationen zu den am Arbeitsmarkt nachgefragten Kompetenzen dargestellt: welche Kompetenzen werden in den Inseraten besonders häufig angegeben (durchschnittlicher Anteil der Jahre 2022 bis 2025 in %), beziehungsweise welche Kompetenzen haben am stärksten an Bedeutung gewonnen (Veränderung der Anteile im Jahresvergleich 2022/23 und 2024/25 in %-Punkten).
Kartenansicht
Diese Karte zeigt die regionale Verteilung der Arbeitskräftenachfrage nach Berufsuntergruppen.Datenquelle: Inserate aus dem Internet