Arbeitsmarktentwicklung in Österreich
Die Berufsobergruppe "Geistes-, Kultur- und Humanwissenschaften" umfasst ein breites Spektrum an Berufen, wobei die Arbeitsmarktperspektiven für diese Berufsobergruppe insgesamt als tendenziell negativ einzuschätzen ist.
Stellenausschreibungen konzentrieren sich überwiegend auf Positionen als ProjektassistentInnen in der Forschung. ProjektassistentInnen unterstützen WissenschafterInnen und ForscherInnen sowohl in öffentlichen Forschungseinrichtungen als auch in der Privatwirtschaft. Ihre Aufgaben reichen von Literatur- und Quellenarbeit über die Aufbereitung und Dokumentation von Daten bis hin zur organisatorischen Unterstützung von Forschungsprojekten. Trotz fortschreitender Digitalisierung bleiben viele Tätigkeiten in den Geistes-, Kultur- und Humanwissenschaften komplex, interpretativ und kontextabhängig. Sie lassen sich daher nur begrenzt standardisieren oder automatisieren.
Gleichzeitig verändert der Einsatz digitaler Werkzeuge die Arbeitspraxis deutlich. Analysetools, datenbasierte Methoden und KI-Anwendungen können Routinetätigkeiten erleichtern und neue Formen der Auswertung ermöglichen. Für ProjektassistentInnen in der Forschung wird es damit zunehmend wichtig, methodische Kompetenzen weiterzuentwickeln und digitale Werkzeuge sicher anzuwenden, insbesondere im Bereich wissenschaftlicher Arbeitsmethoden.
Trends, Daten und Fakten zum Beruf "KulturwissenschafterIn"
Berufsbeschreibung
KulturwissenschafterInnen befassen sich mit der Entwicklung der menschlichen Gesellschaft und den Auswirkungen menschlichen Handelns. Zu diesem Zweck erforschen und beschreiben sie geschichtliche Epochen. KulturwissenschafterInnen beschäftigen sich dabei mit unterschiedlichsten Fragestellungen, z.B. mit ökonomischen Kräften und sozialen Konflikten, den Beziehungen zwischen Eliten- und Popularkulturen, mit öffentlichen Diskursen und kulturellen Codes oder mit der Wirkung und Rezeption von Massenmedien.
Trend
Die folgenden Grafiken zeigen, wie sich die Bedeutung des Berufs in den kommenden Jahren aus jetziger Sicht entwickeln wird, und wie groß die Bedeutung aktuell ist (gemessen als Anteil am gesamten Inseratenaufkommen aller Berufe in Österreich oder dem ausgewählten Bundesland). Die Bedeutung kann dabei in Zukunft zurückgehen (negativer Trend), gleichbleiben oder steigen (positiver Trend). Gleichzeitig wird auch die Anzahl der Inserate des Vorjahres dargestellt, welche zu den Anteilen korrespondieren.
WICHTIG: Für Berufe mit einem hohen Anteil (siehe Grafik: Anteil an allen Inseraten) bedeutet auch ein tendenziell negativer Trend oder ein gleichbleibendes Inserateaufkommen (siehe Grafik: 3-Jahres Trend) durchaus gute Jobaussichten.
Daten und Fakten
Die nachfolgenden Grafiken zeigen die Entwicklung des Inserateaufkommens in den vergangenen Jahren sowie nach Bundesländern und im Vergleich zu ähnlichen Berufen. Zudem werden auch Informationen zu den am Arbeitsmarkt nachgefragten Kompetenzen dargestellt: welche Kompetenzen werden in den Inseraten besonders häufig angegeben (durchschnittlicher Anteil der Jahre 2022 bis 2025 in %), beziehungsweise welche Kompetenzen haben am stärksten an Bedeutung gewonnen (Veränderung der Anteile im Jahresvergleich 2022/23 und 2024/25 in %-Punkten).
Kartenansicht
Diese Karte zeigt die regionale Verteilung der Arbeitskräftenachfrage nach Berufsuntergruppen.Datenquelle: Inserate aus dem Internet