Arbeitsmarktentwicklung in Österreich
Beschäftigte in der Berufsobergruppe "Schule, Weiterbildung, Hochschule" arbeiten überwiegend im öffentlichen Sektor. In den kommenden Jahren wird sich dieser Bereich stark verändern, da eine Pensionierungswelle, die noch einige Jahre andauern wird, dafür sorgt, dass viele Stellen frei werden. Gleichzeitig steigt die Bedeutung beruflicher und privater Weiterbildung aufgrund technologischer und digitaler Entwicklungen deutlich an, viele Unternehmen erhöhen ihr Weiterbildungsbudget (Röhsner & Dominko 2025). Beide Faktoren verstärken die Nachfrage nach Fachkräften spürbar (Alteneder et al. 2025b). Insgesamt sind die Berufsaussichten für LehrerInnen in Österreich daher gut, wenngleich zwischen Bundesländern und Schularten teils deutliche Unterschiede bestehen und beim Hochschulpersonal einer Stagnation der Nachfrage zu rechnen ist.
Ein erheblicher Teil der tatsächlichen Nachfrage wird jedoch in klassischen Stellenanzeigen nicht sichtbar. Viele offene Stellen im Bildungsbereich werden nicht über reguläre Stellenanzeigen ausgeschrieben – etwa weil sie über interne Verfahren oder direkt durch Bildungsbehörden und Schulen besetzt werden. Die im AMS JobBarometer erfassten Stellenanzeigen bilden den tatsächlichen Personalbedarf daher nur eingeschränkt ab. Personen, die eine Tätigkeit in diesem Bereich anstreben, sollten daher nicht ausschließlich Jobportale nutzen, sondern sich ergänzend direkt bei.
Trends, Daten und Fakten zum Beruf "SprachlehrerIn"
Berufsbeschreibung
SprachlehrerInnen unterrichten entweder Deutsch als Fremdsprache oder eine Fremdsprache. Zu den Hauptaufgaben zählen die Vorbereitung und Abhaltung von Sprachkursen. Neben Sprachkenntnissen vermitteln SprachlehrerInnen zumeist auch allgemeine Kenntnisse über jene Länder, in denen die unterrichtete Sprache gesprochen wird.
Trend
Die folgenden Grafiken zeigen, wie sich die Bedeutung des Berufs in den kommenden Jahren aus jetziger Sicht entwickeln wird, und wie groß die Bedeutung aktuell ist (gemessen als Anteil am gesamten Inseratenaufkommen aller Berufe in Österreich oder dem ausgewählten Bundesland). Die Bedeutung kann dabei in Zukunft zurückgehen (negativer Trend), gleichbleiben oder steigen (positiver Trend). Gleichzeitig wird auch die Anzahl der Inserate des Vorjahres dargestellt, welche zu den Anteilen korrespondieren.
WICHTIG: Für Berufe mit einem hohen Anteil (siehe Grafik: Anteil an allen Inseraten) bedeutet auch ein tendenziell negativer Trend oder ein gleichbleibendes Inserateaufkommen (siehe Grafik: 3-Jahres Trend) durchaus gute Jobaussichten.
Daten und Fakten
Die nachfolgenden Grafiken zeigen die Entwicklung des Inserateaufkommens in den vergangenen Jahren sowie nach Bundesländern und im Vergleich zu ähnlichen Berufen. Zudem werden auch Informationen zu den am Arbeitsmarkt nachgefragten Kompetenzen dargestellt: welche Kompetenzen werden in den Inseraten besonders häufig angegeben (durchschnittlicher Anteil der Jahre 2022 bis 2025 in %), beziehungsweise welche Kompetenzen haben am stärksten an Bedeutung gewonnen (Veränderung der Anteile im Jahresvergleich 2022/23 und 2024/25 in %-Punkten).
Kartenansicht
Diese Karte zeigt die regionale Verteilung der Arbeitskräftenachfrage nach Berufsuntergruppen.Datenquelle: Inserate aus dem Internet