Sozial- und Gesundheitsmanagement
Soziales, Gesundheit, Schönheitspflege

3.333 Inserate geschaltet (2025)
- 879 Inserate im Vergleich zum Vorjahr (2024 - 2025)

Arbeitsmarktentwicklung in Österreich

In Österreich nimmt der Bedarf an Fachkräften im Gesundheits- und Sozialwesen seit Jahren kontinuierlich zu, trotz schwacher Konjunkturentwicklung wird auch in den kommenden Jahren mit einem Beschäftigungswachstum gerechnet (Alteneder et al. 2025b). Ein wesentlicher Grund dafür ist der demografische Wandel: Die Zahl älterer und hochbetagter Menschen steigt, während gleichzeitig immer weniger Angehörige Pflegeaufgaben im häuslichen Umfeld übernehmen können. Die wachsende Erwerbsbeteiligung – insbesondere von Frauen – verstärkt diesen Trend, da traditionelle familiäre Pflegestrukturen an Kapazitätsgrenzen geraten. Prognosen gehen davon aus, dass sowohl stationäre Pflegeeinrichtungen als auch mobile Pflegedienste in den kommenden Jahren deutlich ausgebaut werden müssen (Famira-Mühlberger 2023).

Mit diesem Strukturwandel gewinnen gerade Berufe im Gesundheitsmanagement an Bedeutung. Zwar werden in diesem Segment im Vergleich zu klassischen Pflegeberufen weniger Stellen inseriert, dennoch übernehmen GesundheitsmanagerIinnen zentrale Funktionen in der Organisation und Steuerung des Gesundheitswesens. Sie arbeiten vornehmlich in Gesundheits- und Versorgungseinrichtungen. Typische Aufgaben umfassen die Koordination betrieblicher Abläufe, Projektmanagement, Personal- und Qualitätsmanagement, Öffentlichkeitsarbeit bis hin zur budgetären Umsetzung. Ein weiterer relevanter Tätigkeitsbereich ist das Gesundheitsdaten- und Dokumentationsmanagement, das häufig von medizinischen DokumentationsassistentIinnen übernommen wird, während SozialmanagerInnen im Regelfall leitende Tätigkeiten in sozialen Einrichtungen übernehmen.

Die fortschreitende Digitalisierung verändert diese Tätigkeitsprofile spürbar. Elektronische Gesundheitsakten, digitale Prozesssteuerung und datenbasierte Entscheidungsunterstützung erhöhen die Effizienz administrativer Abläufe und verbessern die Qualität medizinischer Leistungen. Damit steigen die Anforderungen an digitale Kompetenzen sowie den Umgang mit sensiblen Daten.

Um in diesem Berufsbereich erfolgreich zu sein, benötigen Beschäftigte neben fachlichem Wissen ausgeprägte Management- und Organisationskompetenzen. Kommunikationsfähigkeit und Teamarbeit werden in Stellenausschreibungen besonders hervorgehoben. Diese Kombination aus fachlichem Know-how und Managementfähigkeiten und vielfach auch Führungsstärke wird als Schlüssel angesehen, um die wachsenden Herausforderungen im Management im Gesundheitssystems zu bewältigen.


Trend

Die folgenden Grafiken zeigen, wie sich die Bedeutung des Berufs in den kommenden Jahren aus jetziger Sicht entwickeln wird, und wie groß die Bedeutung aktuell ist (gemessen als Anteil am gesamten Inseratenaufkommen aller Berufe in Österreich oder dem ausgewählten Bundesland). Die Bedeutung kann dabei in Zukunft zurückgehen (negativer Trend), gleichbleiben oder steigen (positiver Trend). Gleichzeitig wird auch die Anzahl der Inserate des Vorjahres dargestellt, welche zu den Anteilen korrespondieren.

WICHTIG: Für Berufe mit einem hohen Anteil (siehe Grafik: Anteil an allen Inseraten) bedeutet auch ein tendenziell negativer Trend oder ein gleichbleibendes Inserateaufkommen (siehe Grafik: 3-Jahres Trend) durchaus gute Jobaussichten.

3-Jahres Trend (2026-2028)

tendenziell positiv

Anteil an allen Inseraten (2025)

30% - geringer Anteil

Zahl der Inserate (2025)

431

Daten und Fakten

Die nachfolgenden Grafiken zeigen die Entwicklung des Inserateaufkommens in den vergangenen Jahren sowie nach Bundesländern und im Vergleich zu ähnlichen Berufen. Zudem werden auch Informationen zu den am Arbeitsmarkt nachgefragten Kompetenzen dargestellt: welche Kompetenzen werden in den Inseraten besonders häufig angegeben (durchschnittlicher Anteil der Jahre 2022 bis 2025 in %), beziehungsweise welche Kompetenzen haben am stärksten an Bedeutung gewonnen (Veränderung der Anteile im Jahresvergleich 2022/23 und 2024/25 in %-Punkten).

Kartenansicht

Diese Karte zeigt die regionale Verteilung der Arbeitskräftenachfrage nach Berufsobergruppen.

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