Arbeitsmarktentwicklung in Österreich
Technische Berufe rund um die Einrichtung, Bedienung und Optimierung von Maschinen sind in der österreichischen Industrie stark nachgefragt. Dazu zählen etwa ZerspanungstechnikerInnen, MaschinenbedienerInnen, Produktions- und ProzesstechnikerIinnen, MaschinenbedienerIinnen sowie VerfahrenstechnikerInnen. Diese Fachkräfte spielen eine wichtige Rolle dabei, dass moderne Fertigungsprozesse stabil laufen, präzise Ergebnisse liefern und keine Ausfälle entstehen.
Beschäftigungsmöglichkeiten bestehen in allen Segmenten der Industrie, wie im Maschinen- und Anlagenbau, im Fahrzeugbau oder in der Metallindustrie. Die Industrie zählt zu den exportstarken Kernbereichen der österreichischen Wirtschaft und ist in globale Liefer- und Wertschöpfungsketten eingebettet. Die aktuelle Konjunkturschwäche in wichtigen Exportmärkten dämpft jedoch die Produktionsdynamik und damit kurzfristig auch den Personalbedarf (Bonin et al. 2025; Fenz et al. 2025).
Trotz dieser wirtschaftlichen Herausforderungen bleibt die Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften hoch. Gerade qualifizierte TechnikerIinnen für Wartung, Programmierung und Prozessoptimierung sind gefragt (Horvath et al. 2024). Insbesondere VerfahrenstechnikerIinnen spielen in diesem Kontext eine wichtige Rolle bei der Entwicklung nachhaltigerer und effizienterer Produktionsprozesse (Wegscheider-Protsch & Ziegler 2024).
In Stellenausschreibungen werden neben fundierten Kenntnissen im Umgang mit Maschinen und Anlagen sowie Erfahrung im Qualitätsmanagement häufig allgemein technisches Verständnis beziehungsweise handwerkliches Geschick nachgefragt. Gefragt sind zudem Problemlösefähigkeit, Verständnis für Produktionsabläufe, Zuverlässigkeit und Kommunikationsstärke.
Trends, Daten und Fakten zum Beruf "VerfahrenstechnikerIn"
Berufsbeschreibung
VerfahrenstechnikerInnen kontrollieren und optimieren den Produktionsablauf in Industrieanlagen, die sich mit der chemischen und physikalischen Veränderung von Stoffen beschäftigen. Sie arbeiten bei der Planung und dem Bau von Anlagen mit, überwachen und steuern die automatisierte Produktion, z. B. im Bereich Getreidemittelherstellung, Erdölgewinnung und Abfallentsorgung. Zudem kontrollieren und beurteilen sie Fertigungsabläufe und entwickeln diese weiter, um deren Qualität, Effizienz, Sicherheit, Umweltverträglichkeit oder Wirtschaftlichkeit zu erhöhen.
In der Forschung und Entwicklung wenden sie wissenschaftliche Methoden an.
Trend
Die folgenden Grafiken zeigen, wie sich die Bedeutung des Berufs in den kommenden Jahren aus jetziger Sicht entwickeln wird, und wie groß die Bedeutung aktuell ist (gemessen als Anteil am gesamten Inseratenaufkommen aller Berufe in Österreich oder dem ausgewählten Bundesland). Die Bedeutung kann dabei in Zukunft zurückgehen (negativer Trend), gleichbleiben oder steigen (positiver Trend). Gleichzeitig wird auch die Anzahl der Inserate des Vorjahres dargestellt, welche zu den Anteilen korrespondieren.
WICHTIG: Für Berufe mit einem hohen Anteil (siehe Grafik: Anteil an allen Inseraten) bedeutet auch ein tendenziell negativer Trend oder ein gleichbleibendes Inserateaufkommen (siehe Grafik: 3-Jahres Trend) durchaus gute Jobaussichten.
Daten und Fakten
Die nachfolgenden Grafiken zeigen die Entwicklung des Inserateaufkommens in den vergangenen Jahren sowie nach Bundesländern und im Vergleich zu ähnlichen Berufen. Zudem werden auch Informationen zu den am Arbeitsmarkt nachgefragten Kompetenzen dargestellt: welche Kompetenzen werden in den Inseraten besonders häufig angegeben (durchschnittlicher Anteil der Jahre 2022 bis 2025 in %), beziehungsweise welche Kompetenzen haben am stärksten an Bedeutung gewonnen (Veränderung der Anteile im Jahresvergleich 2022/23 und 2024/25 in %-Punkten).
Kartenansicht
Diese Karte zeigt die regionale Verteilung der Arbeitskräftenachfrage nach Berufsuntergruppen.Datenquelle: Inserate aus dem Internet